Kiefersfelden – Der Name war Programm: Die Musiklehrerin Michaela Käsemann-Wilke (Musikschule Rosenheim) und ihre mehr als 50 Musikschüler verzauberten am Samstag (8. August) den Kurpark und die begeisterten Zuschauer bei ihrer fröhlich bunten Sommermatinee mit dem „Kinderchor Pusteblume“, den „Windspielkindern“, der Gruppe „Trommeln und mehr“ sowie dem „Instrumenten-Allerlei“. Schon weit vor Konzertbeginn herrschte auf der Bühne der Musikkapelle Kiefersfelden geschäftige Betriebsamkeit. Die Musiklehrerin hatte im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, um ihre kleinen Bühnendarsteller mit dem erforderlichen Equipment auszustatten und sie musikalisch auf das Anfangsniveau zu bringen. Während sich die Bänke im Kurpark weiter füllten, stieg die Vorfreude auf das Kommende, zumal auch noch der Wettergott sonnige Grüße von oben schickte.
„Wir singen und spielen heute, was uns gefällt“, so Michaela Käsemann-Wilke zur Begrüßung, und dann gehörte für eine Stunde die Bühne den kleinen und kleinsten Sängern und Musikanten, deren Augen und Ohren auf die Dirigentin gerichtet waren. Ob per Trommel, Flöte, Gitarre oder Gesang, die jungen Künstler übertrugen ihre musikalische Freude auf unwiderstehliche Weise auf die Besucher. Schon das Lied „Eins, zwei, drei, vier, endlich seid ihr alle hier“ und „fünf, sechs, sieben, acht und jetzt wird Musik gemacht“ verkündete das Motto des Tages auf eindrucksvolle Weise. Zwischen den einzelnen Stücken gab es geschäftiges Gewusel, neue Kleider, Instrumente oder Stellungswechsel waren angesagt. Auf der Bühne herrschte scheinbar geordnetes Chaos, bei dem letztlich aber jeder wusste, was zu tun war, und die Choreografie stimmte. „Kikeriki“ tönte es vielstimmig von oben, und so mancher schaute unter seiner Bank nach, „ob sich vielleicht ein Gickerl oder Gockerl verirrt hat“, so die Dirigentin augenzwinkernd von oben. Bei dem Lied „I mecht so gern a Steckerleis“ war dann schnell jedem klar, was die Kleinen wirklich wollten, und Bürgermeister Hajo Gruber versprach jedem ein Steckerleis auf Kosten der Gemeinde.
Ein weiterer Höhepunkt des Vormittags war das außergewöhnliche Gitarrensolo des 16-jährigen Sebastian, der bereits seit zwölf Jahren Schüler der Musikschule ist. Einfühlsam ging es weiter mit den Melodien und Liedern, die von Liebe, Freude und Hoffnung erzählten und musikalisch durch den Kurpark mäanderten. Laut wurde es wieder, als die Trommler das Kommando übernahmen. Mit einem Geburtstagslied für drei Besucher, die an diesem Tag Geburtstag hatten, gab es eine freudige Überraschung, bevor es ins Finale überging.
„Lasst uns singen Hand in Hand“ war die Aufforderung nicht nur auf der Bühne, sondern auch für die Zuschauer, von denen der eine oder andere leise mitsang. Die Zugabe, per Beifall frenetisch gefordert, war dann das Ende einer sehr gelungenen musikalischen Veranstaltung, die ihrem Namen alle Ehre gemacht hat. Michaela Käsemann-Wilke dankte allen Teilnehmern, Eltern, Helfern und der Gemeinde für ihr Engagement und weckte freudige Erwartungen, als sie sich mit den Worten „Bis wir uns wiedersehen“ verabschiedete.
Franz Hoffmann