Altenbeuern – Imposanter Beginn der Festlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen des Burschenvereins Altenbeuern: Zufrieden zeigte sich Sepp „Wagner“ Schneebichler von einer einheitlichen Gesamtleistung in der Vorbereitung am und rund um das Anwesen beim Scheurer zwischen Altenbeuern und Holzham.
Die Tenne und das weite Freigelände mit schattenspendenden Bäumen waren bestens vorbereitet, um die zahlreichen Gäste zu empfangen. Die hohen Temperaturen veranlassten die Verantwortlichen zu einem schnellen Umbau: Der Bieranstich wurde vom Innenbereich ins Freie verlegt, ebenso der Spielplatz für die Musikanten des „Beirer Blech“, welche die Gäste aufs Beste unterhielten.
Der Bieranstich musste wegen der ankommenden Besucher um knapp eine Stunde verschoben werden. Als jeder seinen Platz hatte, konnte Bürgermeister Christoph Schneider das erste Fass anzapfen. Vorsitzender Sepp Schneebichler begrüßte die Gäste und übermittelte den Dank an die Hausherren Georg und Anni Stephan für die Bereitschaft, ihr Gelände für das Jubiläumsfest zur Verfügung zu stellen. Mit Bürgermeister Schneider, Sepp Schneebichler und den Hausleuten stießen auch Markus Waldmann von „Auerbräu“ sowie Zweiter Bürgermeister Konrad Stuffer an.
Der Verein zählt derzeit 86 Mitglieder, insgesamt waren bisher rund 180 Burschen Mitglied des Vereins. Der überwiegende Teil ist wegen Verehelichung ausgeschieden, die Verbindung blieb aber bei den meisten bestehen. Von den 15 Gründungsmitgliedern konnten zwölf begrüßt werden. Andi Paul-Nockl fand aus dem fernen Pfaffenwinkel den Weg zurück zu seinen Gründungsfreunden.
Die Verbundenheit zum Burschenverein bekundete der zahlreiche Besuch, der sich bis in die späten Abendstunden noch einstellte. Weit über 1.000 Besucher belegten die Anziehungskraft, welche den Festen des Burschenvereins innewohnt. Die „lustigen Bergla“ spielten zur stimmungsvollen Unterhaltung, sodass der Heimweg von vielen Gästen erst spät angetreten wurde.
Die Verbundenheit über die Vereinsgrenzen hinaus zeigte sich am Festsonntag. Das Feldkreuz, das der Burschenverein vor mehr als drei Jahrzehnten an der Eichendorffstraße nach Holzham errichtete – gespendet aus einer gemeinsamen Aktion –, war Treffpunkt des Festgottesdienstes mit Pfarrer Christoph Rudolph. „Gemeinsamkeit“ war die zentrale Aussage des Ortsgeistlichen.
So wie dieses Ansinnen die Bindung im Burschenverein fördert, Ideen entwickelt, Aufgaben löst und man zusammen Freude hat, so solle dies auch die Grundlage unseres christlichen Handelns sein, so Pfarrer Rudolph. Gemeinsam im Glauben stark zu sein, solle das Ziel sein. Pfarrer Rudolph bedankte sich für Aktionen wie das Ponyreiten im Ferienprogramm oder die gemeinsame Gestaltung eines Jugendgottesdienstes zusammen mit dem Dirndlverein.
In den Fürbitten gedachte man auch aller Verantwortlichen in den Vereinen, die Aufgaben für die Gemeinschaft übernommen haben. Vorsitzender Sepp Schneebichler mit seinen Vorstandsfreunden gedachte mit einer Kranzniederlegung am Altar der Verstorbenen. „Großer Gott, wir loben dich“ und die Bayernhymne waren ein Bekenntnis zum Glauben und zur Heimatverbundenheit.
Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Vorsitzender Sepp Schneebichler bei Nachbarin Sabine Fischer für die langjährige Pflege des Feldkreuzes. Die Nachfolge ist durch die jüngere Schwester geregelt, welche seit einiger Zeit diese Aufgabe übernommen hat und ebenfalls mit Blumen bedacht wurde.
Das einmalige Ereignis eines Festzuges nach Holzham und zum Scheirer-Anwesen führte die Musikkapelle unter der Leitung von Florian Paul an, gefolgt vom Festverein, den Fahnenabordnungen der Vereine und zahlreichen Festgästen. Ein geselliges Treiben in der Tenne und auf dem Freigelände rundete das Jubiläum ab. Thomas Schwitteck