Motorrad-Konvoi in Brannenburg bringt Kinderaugen zum Leuchten

von Redaktion

Neunter Ausflug der TnT-Pflege – Überaus herzlicher Empfang für die Teilnehmer – Über 50 Kilometer gemeinsam unterwegs

Brannenburg – Ein wolkenloser Himmel, angenehm kühlender Fahrtwind, eine atemberaubende Landschaft mit Berg- und Tal-Effekten, vor allem unfallfrei und ohne technische Defekte: Somit geriet der neunte Motorradausflug der TnT-Pflege im Haus Marini in Brannenburg zu einem vollen Erfolg. Das Haus Marini ist unseren Lesern der OVB-Weihnachtsaktion „HeimatLichter“ aus dem vergangenen Jahr bestens bekannt.

Die zwölf strahlenden Gesichter der teilnehmenden schwerst- und mehrfach beeinträchtigten Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und 18 Jahren waren für die Motorradfahrer und Begleiter Ansporn und Dank zugleich, den Tag zu einem gelungenen Erlebnis zu machen. Und für die Motorradfahrer bedeutete dieser Tag, junge Menschen trotz und gerade wegen ihrer Beeinträchtigungen in den Mittelpunkt zu stellen. Das war aus allen Gesprächen deutlich herauszuhören. 18 Beiwagenmaschinen, darunter einige Beiwägen als 1,5-Sitzer, und fünf Motorräder nahmen an dem rund 50 Kilometer langen Rundkurs teil. Für die Geschäftsführer Thomas Stingl und Tabitha Leicht sowie alle Mitarbeiter bedeuteten die vergangenen Wochen immense Vorbereitungsarbeit. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen erhielten eine Unterweisung über das allgemeine Verhalten im Beiwagen und erlangten dadurch einen eigenen „Beiwagen-Führerschein“. Außerdem fertigten die jungen Teilnehmer selbst gestaltete Pappschilder mit dem Vornamen des jeweiligen Fahrers an, um die Zuteilung und das „Finden“ vor der Abfahrt zu erleichtern. Die Idee zu diesem besonderen Ferienereignis, so Thomas Stingl, sei bei einem Stammtisch der „Gespannfreunde“ im Waldgasthaus Filzenklas geboren worden. Eine zusätzliche Verbreitung über die sozialen Medien sorgte von Beginn an für weitere Teilnehmer aus ganz Bayern und weit darüber hinaus.

So reiste Thomas G. aus dem schweizerischen Winterthur an, Andreas aus Baden-Baden verband dies mit seiner Ehefrau zu einem Kurzurlaub im Alpenvorland und Thomas aus Markdorf am Bodensee begab sich nach dem Konvoi auf Weiterreise Richtung Litauen und Estland.

Und vor allem Thomas Stingl, seit 30 Jahren motorradbegeistert, bereitete den eintreffenden Teilnehmern einen überaus herzlichen Empfang. Man kennt sich eben in der „Szene“, und, so Thomas Stingl weiter, der jährliche Terminvorschlag werde sehr rasch mit Zusagen quittiert, und viele seien bereits entweder von Anfang an oder seit einigen Jahren mit dabei.

Die rund 50 Kilometer lange Fahrstrecke führte zum Tatzelwurm und weiter über Niederaudorf, Flintsbach und Nußdorf zum Samerberg. Auf dem „Adlerhof“ der Familie Stuffer im Ortsteil Siegharting erfolgte unter der schattigen Akazie eine kurze Rast mit den überaus willkommenen Inhalten eines Eis-Containers. Weiter ging die flotte Fahrt, die von Polizeihauptmeister Michael Leicher von der Verkehrs-Polizeiinspektion Rosenheim auf dem Motorrad abgesichert wurde, über Steinkirchen und Altenbeuern zurück zum Haus Marini.

Brannenburgs Bürgermeister Christian Zweckstätter nahm mit seiner Gattin auf dem Sozius an der kompletten Fahrt teil und gewährte gleich zu Beginn des Konvois freie Durchfahrt an der Mautstation der Tatzelwurmstraße. Nach der Rückkehr fiel Geschäftsführer Thomas Stingl wahrlich ein „Stein“ vom Herzen, dass die Fahrt unfallfrei und ohne sonstige technische Pannen ablief. Bei warmem Essen und kühlen Getränken ließen alle Teilnehmer in einem regen Austausch die gewonnenen Eindrücke noch einmal auf sich wirken.

Franz Fürle

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