Kiefersfelden – Weithin hör- und sichtbar stand am Donnerstag (13. August) gegen 14 Uhr ein Hubschrauber der Polizei für eine längere Zeit über einem Waldstück im Kieferer Ortsteil Schöffau.
Einige Anwohner wunderten sich bereits, wieso der Pilot über zehn Minuten lang nahezu über derselben Stelle schwebte. Doch das hatte einen Grund. „Auf einem Routineflug hat er eine starke Rauchentwicklung in einem Waldstück entdeckt“, sagt Uwe Liebscher, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Kiefersfelden.
Er leitete den Einsatz, der nach sofortiger Verständigung der Feuerwehren Kiefersfelden und Mühbach begann. Den Feuerwehrleuten, die mit mehreren Einsatzwagen angerückt waren, bot sich vor Ort ein bedrohliches Bild: An einer sich gerade im Ausbau befindlichen Anliegerstraße zur Schöffauer Straße/Brünnsteinstraße hatte sich ein Bodenfeuer inmitten eines Waldstückes entzündet.
Meterhohe Flammen und starker Wind ließen die Gefahr eines größeren Waldbrandes sehr wahrscheinlich erscheinen. „Da zunächst eine weitere Ausbreitung des Feuers nicht auszuschließen war, forderten wir weitere Kräfte an“, erklärt der Kommandant. Zügig und routiniert wurde eine Wasserversorgung aufgebaut und über mehrere Strahlrohre eine wirksame Brandbekämpfung eingeleitet. Gemeinsam brachten die 23 eingesetzten Floriansjünger das Feuer nach gut zwei Stunden unter Kontrolle und konnten so die weitere Waldfläche schützen.
Da es in diesem Bereich offensichtlich eine schon bekannte und illegale Müllentsorgungsstelle gab, kam es wohl bereits öfter zu entsprechenden Einsätzen der Feuerwehr. Daher wurde auch die Polizei verständigt. „Nach erster Inaugenscheinnahme der Brandstelle gehen wir nicht von einer Selbstentzündung aus“, heißt es vonseiten der Beamten. Brandstiftung sei dementsprechend nicht auszuschließen.
Die illegale Deponie steht teils noch unter Löschwasser. Der Unrat, der sich auf dem Areal befindet, ist offensichtlich. Von Wassergläsern über Plastik, altes Bauholz und scheinbar auch Essensabfälle – der Unrat ist immer noch zu sehen und zu riechen.