Grainbach – Einer der besonderen Momente des Festabends zum 130-jährigen Bestehen des Trachtenvereins „Hochries-Samerberg“ Grainbach war die Ernennung Fred Wiesholzers zum Ehrenvorstand. Mit der Auszeichnung würdigte der Trachtenverein einen Mann, der das Vereinsleben über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichsten Funktionen geprägt und zahlreiche bedeutende Projekte mit auf den Weg gebracht hat.
Seine Laufbahn im Trachtenverein begann bereits als Bub in der Kindergruppe. Mit 16 Jahren wechselte Wiesholzer in die aktive Gruppe und vertrat den Grainbacher Verein später weit über die Grenzen des Samerbergs hinaus. Schon früh übernahm er Verantwortung im Verein. 1986 wurde er Jugendbuamleiter. Ab 1989 folgten sechs Jahre als Zweiter Vorplattler, 1995 übernahm er für zwei Jahre das Amt des Vorplattlers. 1997 wurde Wiesholzer Obmann der Schnalzergruppe.
Ab 1999 war er – mit Unterbrechung – insgesamt sechs Jahre lang als Schatzmeister tätig. 2007 wurde er Zweiter Vorsitzender, bereits ein Jahr später übernahm er die Führung des Vereins. Zehn Jahre lang stand Wiesholzer als Vorsitzender an der Spitze.
In der Laudatio wurde Wiesholzer als „Macher“ gewürdigt – als jemand, der Ideen nicht nur entwickelt, sondern sie mit großem persönlichen Einsatz verwirklicht. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das Grainbacher Trachtenheim. Von der Planung über die Organisation bis hin zur Sponsorensuche hielt Wiesholzer bei diesem großen Vereinsprojekt viele Fäden in der Hand.
Ein weiteres Zeugnis seines Engagements ist die umfangreiche Vereinschronik. Unter seiner Federführung wurde die Geschichte des Grainbacher Trachtenvereins auf mehr als 300 Seiten zusammengetragen.
Die Verbindung aus Traditionsbewusstsein und Bereitschaft zu neuen Ideen kennzeichnete nach den Worten der Laudatio das Wirken Wiesholzers über viele Jahre. Er habe sich stets dafür eingesetzt, das überlieferte Brauchtum zu erhalten, sei aber gleichzeitig offen dafür geblieben, den Verein weiterzuentwickeln. nit