Ehrentag an der Kohlhaufmühle

von Redaktion

Quirin Zehetmaier feiert 90. Geburtstag – Noch immer im Männergesangverein aktiv

Stephanskirchen – Quirin Zehetmaier, langjähriges Mitglied des Männergesangvereins (MGV) Schloßberg, hat seinen 90. Geburtstag gefeiert. Gefeiert wurde an der Kohlhaufmühle in Stephanskirchen – dem Anwesen, das der Jubilar als Müllner- und Sägewerksbesitzer sein Leben lang geprägt hat.

Quirin Zehetmaier wuchs mit sechs Geschwistern auf und entdeckte früh seine Leidenschaft für die Zither sowie für Opern- und Volksmusik. Als junger Mann schloss er sich dem örtlichen Trachtenverein sowie dem MGV Schloßberg an, wo seine Bassstimme bis heute als verlässliche Stütze gilt.

Was dabei kaum jemand weiß: Mit 18 Jahren stand Zehetmaier gemeinsam mit seinen Brüdern als Komparse vor der Kamera. Der Filmemacher August Arnold von Arri-Film setzte die Brüder regelmäßig ein. So waren die Arri-Villa, die Kohlhaufmühle und Stephanskirchen 1954 Drehorte für das Kriegsdrama „08/15“. Stars wie Joachim Fuchsberger oder Mario Adorf trafen sich damals zur Brotzeit in der späteren Arri-Kantine. Auch beim bekannten Heimatfilm „Drei weiße Birken“ waren die Trachtler gefragt – gedreht wurde 1961 beim „Gocklwirt“, im Café Bauer in Haidholzen, beim Huberhof in Baierbach sowie am Simssee. Quirin Zehetmaier war mittendrin.

Beim Geburtstagsfest an der Sims teilten Vorsitzender Manfred Panhans und Schulfreund sowie Notenwart Bernhard Holzner hörenswerte Anekdoten aus dem gemeinsamen Leben. Dirigent Wolfgang Zeller wählte publikumsfreundliches Liedgut aus, das der Jubilar auswendig mitsang – und an der Sims kam auf diese Weise eine launige Stimmung auf.

Auch drei Bürgermeister fanden sich ein: Bürgermeister Karl Mair erschien mit einem großen Geschenkkorb, Dritter Bürgermeister Thomas Hoffmann gesellte sich ebenfalls dazu, während Zweiter Bürgermeister Robert Zehetmaier – der Sohn des Jubilars – gemeinsam mit Irmgard und Stefan Jenuwein die vielen Gäste verköstigte.

Quirin Zehetmaier verfolgte das Geschehen sichtlich gerührt: Wie der MGV Schloßberg berichtet, beobachtete er, wie Familie und Gäste ohne festes Programm, aber spontan und ideenreich, diesen Tag gestalteten.

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