Finale für den Rächer am Totensarg

von Redaktion

Die Spielzeit der Ritterschauspiele in Kiefersfelden neigt sich dem Ende zu. Am Samstag, 29. August, und am Sonntag, 30. August, stehen die letzten zwei Aufführungen an. Der Theaterverein hat auf eine erfolgreiche Saison zurückgeblickt.

Kiefersfelden – Zum Ende der diesjährigen Spielzeit zeigen die Ritterschauspiele Kiefersfelden noch einmal, wie lebendig ihre Tradition geblieben ist. Förderer und Sponsoren bekräftigten ihre Verbundenheit, und eine besondere Begegnung hinter der Bühne erinnerte daran, wie tief die Geschichte des Hauses in der Region verwurzelt ist.

Seit Anfang August steht „Ubald von Sternenburg oder der Rächer am Totensarg“ auf der Bühne des ältesten Dorftheaters Deutschlands, das erstmals 1618 erwähnt wurde. Die handbetriebene Drehkulissenbühne, das Zusammenspiel von Ensemble und Musik und die besondere Nähe zwischen Publikum und Spielern prägen auch in diesem Jahr die Atmosphäre des historischen Hauses. Während die Saison nun auf ihr letztes Wochenende zusteuert, zieht der Verein eine positive Zwischenbilanz.

Besondere Begegnung
und letzte Spieltermine

Im Verlauf der August-Aufführungen nutzten Förderer und Sponsoren die Gelegenheit, ihre Unterstützung für das Theater zu bekräftigen. Dieter Jurgeit, Erster Vorsitzender des Fördervereins, übergab eine Spende von 4.000 Euro.

Andreas Zierer, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Oberaudorf, steuerte 1.000 Euro bei. Beide betonten die Bedeutung des Erhalts und der Modernisierung des Theaterhauses – von Bühne und Kulissen bis zu Requisiten und Werkstätten.

Die Spenden waren bewusst nicht einzelnen Projekten zugeordnet, sondern als allgemeine Unterstützung gedacht. Vereinsvorsitzender Michael Dünkel fasst die Saison bisher knapp zusammen: „Wir sind bisher sehr zufrieden mit den Aufführungen.“

Eine kleine Begebenheit, die sich am Samstag (8. August) ereignete, verlieh der Spielzeit einen besonderen Moment. Die Theaterrunde Schwoich aus Tirol war mit einer großen Gruppe zu Besuch – ein spontaner Abstecher im Rahmen eines Vereinsausflugs. Michael Dünkel lud die Gäste zu einer Führung hinter die Bühne ein. Dort stellte sich heraus, dass einer der Besucher der Urenkel des legendären Kasperldarstellers Hans Winkler ist, dessen Porträt bis heute in der Garderobe hängt.

Für Hans Harlander, den Urenkel, war es der erste Besuch einer Aufführung der Ritterschauspiele. Ein Foto mit dem Bild seines berühmten Vorfahren wurde zu einem stillen Moment, der die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart des Theaters eindrucksvoll sichtbar machte.

Am kommenden Wochenende stehen nun die letzten beiden Vorstellungen der Saison an: am Samstag (29. August) um 19 Uhr und am Sonntag (30. August) um 13.30 Uhr.

Karten sind im Vorverkauf bei der Kaiser-Reich Tourist-Information am Rathausplatz 5 in Kiefersfelden erhältlich, telefonisch unter 08033/976545 sowie online über YesTicket. Auch München Ticket und die Tourist-Information Oberaudorf bieten Karten an. Restkarten gibt es an der Theaterkasse eine Stunde vor Spielbeginn. Kinder bis zwölf Jahre erhalten auf den ersten und zweiten Plätzen eine Ermäßigung von 50 Prozent.

So geht die Spielzeit 2026 mit zwei letzten Aufführungen zu Ende – getragen von einem Ensemble, das die Geschichte des Hauses weiterführt, und von einer Gemeinschaft, die dieses Theater seit Generationen prägt.

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