Aufwertung für den Katastrophenschutz

von Redaktion

Die Feuerwehr Wildenwart hat ihr neues Löschgruppenfahrzeug LF 20 Katastrophenschutz geweiht. Nach 28 Jahren im Dienst und rund 700 Einsätzen wurde der Vorgänger verabschiedet. Das neue, hochmoderne Fahrzeug kostete 524.000 Euro und soll den Brandschutz im gesamten Gemeindegebiet nachhaltig stärken.

Frasdorf – 28 Jahre lang diente das Löschgruppenfahrzeug (LF) 8 bei rund 700 Einsätzen innerhalb der Feuerwehr Wildenwart, nun wurde es in den Ruhestand geschickt. Zugleich wurde das Nachfolge-Feuerwehrfahrzeug LF 20 Katastrophenschutz (KatS) geweiht und den Mitgliedern der Wehr vorgestellt. Damit – so die Festredner unisono – sind die derzeit 48 aktiven Feuerwehrleute von Wildenwart bestens für die Zukunft und für den Schutz der Bürger gerüstet. Die Weihe des Fahrzeuges nahm Diakon Michael Leberle vor. Er erbat Gottes Segen und wünschte allen Einsatzkräften stets eine gesunde Heimkehr.

Mit 320 PS und 2.000 Litern
Wasser zum Einsatz

Nach den Willkommensgrüßen von Feuerwehr-Vereinsvorstand Georg Loferer stellte Kommandant Florian Fischer das neue Fahrzeug näher vor und erklärte: „Das MAN-Fahrgestell, der 320 PS starke Motor, der Aufbau der Firma Magirus, das nunmehrige Wasservolumen von 2.000 Litern im Tank sowie die Beladungseinrichtungen der Firma Stirner sind zentrale Bestandteile des Fahrzeuges.“

Sein besonderer Dank galt der Gemeinde Frasdorf – vertreten durch die drei Bürgermeister Daniel Mair, Josef Prankl und Gabriele Stein –, der Kreisbrandinspektion Rosenheim – vertreten durch Kreisbrandrat Richard Schrank, Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser und Kreisbrandmeister Stefan Pfliegl – und allen Nachbarfeuerwehren für die stete und oftmalige gegenseitige Unterstützung. „Der Dank ist die höchste Form der Anerkennung“, sagte der Wildenwarter Kommandant, und versprach, dass die Feuerwehr auch fortan mit Gemeinde, Landkreis und Nachbarschaft ein gutes Miteinander anstreben werde.

Frasdorfs Bürgermeister Daniel Mair bezeichnete den Fahrzeug-Weihetag als Festtag für Wildenwart und für die ganze Gemeinde Frasdorf. Zugleich erinnerte er daran, dass der Frasdorfer Gemeinderat im August 2022 grünes Licht gab, als die Kommandanten der drei Wehren von Frasdorf, Umrathshausen und Wildenwart zusammen mit KBR Richard Schrank ein vorausschauendes Beschaffungskonzept für drei neue Feuerwehrfahrzeuge vorlegten, und ergänzte: „Uns war klar, dass wir keine Stückwerkpolitik wollen, sondern eine nachhaltige Stärkung des Brandschutzes im gesamten Gemeindegebiet.“

Kein Stückwerk, sondern
nachhaltige Stärkung

Zugute kamen diesen gemeinsamen Bemühungen, dass die Regierung von Oberbayern für das neue Fahrzeug LF 20 KatS von Wildenwart eine Förderung in Höhe von 125.840 Euro zusagte und dass nach der Ausschreibung im Jahr 2023 für das hochmoderne Fahrzeug mit Gesamtkosten in Höhe von 524.000 Euro der Weg geebnet wurde. Damit – so der Bürgermeister weiter – sind die Wildenwarter dank Verdoppelung der Wassermenge im Tank, dank einer enorm gesteigerten Pumpenleistung samt doppeltem Schlauchmaterial sowie dank einer spezialisierten Notfall- und Katastrophenschutzausrüstung für die verschiedensten Einsatzarten gut gerüstet.

Mut, Wissen und
Hilfsbereitschaft

Zum Personal fügte der oberste Dienstherr der FFW Wildenwart hinzu: „Ihr bringt das wertvollste Gut für dieses Fahrzeug ein – euren Mut, eure Freizeit, euer Wissen und eure Hilfsbereitschaft. Ihr steht bereit, wenn andere sich in Sicherheit bringen. Dafür danke ich euch allen, aber auch der Kreisbrandinspektion, dem Gemeinderat mit der Rathausverwaltung sowie dem Fahrzeugausschuss, der diesen Beschaffungsprozess über Jahre hinweg begleitet und zum Erfolg geführt hat.“

Gemeinschaftliche Feier
mit den Nachbarwehren

Bei der Weihefeier für das neue Wildenwarter Einsatzfahrzeug waren auch die Nachbarfeuerwehren von Atzing, Frasdorf, Umrathshausen, Hittenkirchen und Prien mit ihren Fahnenabordnungen und mit einer Delegation anwesend. Die Atzinger und Priener Feuerwehr überbrachten zu den Glückwünschen noch Präsente in Form des heiligen Christophorus sowie als Einladung zu einer gemeinsamen Brotzeit.

Nach dem offiziellen Teil
wurde kräftig gefeiert

Dies war dann nach dem offiziellen Teil das richtige Stichwort, denn viele Helfer sorgten ehrenamtlich für einen guten Mittagstisch sowie für Kaffee und Kuchen. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer und aufgrund einiger Essens- und Kuchenspenden konnten alle Festgäste an diesem Tag zur freien Verpflegung eingeladen werden.

Für die passende Gestaltung des Festes und für gute Unterhaltung sorgte eine kleine Besetzung der Wildenwarter Blaskapelle.

Artikel 1 von 11