Ortsschild in Nußdorf zum vierten Mal gestohlen

von Redaktion

Unbekannte Täter bohren die eigens zur Sicherung angebrachten Nieten auf

Nußdorf – Unbekannte haben am vergangenen Sonntag erneut in Nußdorf das Ortsschild gestohlen. Es ist bereits das vierte Mal, dass die Gemeinde schildlos dasteht.

Tatort war laut der Mitteilung des Staatlichen Bauamts Rosenheim wieder einmal der nördliche Ortseingang an der Staatsstraße St2359, aus Richtung Neubeuern kommend. Bereits dreimal verschwand das Schild an genau dieser Stelle, einmal war zudem der westliche Ortseingang aus Richtung Brannenburg das Ziel der unbekannten Täter.

Um weiteren Diebstählen vorzubeugen, hatte die zuständige Straßenmeisterei das Schild nach dem letzten Vorfall extra gesichert und statt normaler Schrauben feste Nieten verwendet. Doch die Diebe ließen sich davon nicht abhalten: Mit entsprechendem Werkzeug wurden die Nieten vor Ort einfach aufgebohrt und die gelbe Ortstafel mitgenommen, wie die Behörde berichtet.

Für das Staatliche Bauamt Rosenheim bedeutet der Vorfall vermeidbaren Frust, Kosten und Aufwand. Da Ortsschilder an Staatsstraßen von einer Spezialfirma mit StVO-Zertifikat hergestellt werden müssen und nicht auf Lager liegen, beträgt die Lieferzeit bis zu sechs Wochen. Die anschließende Montage durch die Straßenmeisterei verschlingt erneut zwei bis drei Stunden Arbeitszeit sowie mehrere Hundert Euro Materialkosten. Normalerweise halten solche Tafeln laut Bauamt Jahrzehnte.

Damit Autofahrer trotzdem wissen, dass sie sich innerhalb einer geschlossenen Ortschaft befinden, wurde von den Mitarbeitern provisorisch ein Tempo-50-Hinweisschild aufgestellt.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim richtet einen deutlichen Appell an die Öffentlichkeit: Schilderklau sei kein harmloser Streich oder ein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die zulasten aller gehe. Die Zeit und Arbeitskraft, die für die ständige Wiederbeschaffung gestohlener Schilder aufgewendet werden müsse, fehle den Straßenmeistereien bei ihren eigentlichen Aufgaben zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit, heißt es weiter. Felix Graf

Artikel 4 von 5