„Heutzutage ist es ja so: Man bringt was auf den Markt und schon machen es die Asiaten nach“, sagt Wiesn-Clown Rudi Balloni. Deshalb hat er sich manche Exemplare markenrechtlich schützen lassen – zum Beispiel den Bärli-Ballon mit dem großen Herz und der Aufschrift „I mog di soooo“. Vor Jahrzehnten hat es nur die englische Version gegeben. Und da sagte sich der Rudi: „I love you – das klingt in Bayern doch komisch.“ Und so hat er sich die „I mog di soooo“-Variante ausgedacht, mit der chinesische Produktpiraten vermutlich wenig anfangen können. Rudolf Hanika (68) weiß auch um die besondere Faszination, die ein Ballon auf Kinder hat. „Ähnlich wie ein Stofftier nehmen sie ihn mit ins Bett, umarmen ihn und geben ihm einen Namen.“ Und wenn beim Ballon die Luft raus ist, wird er eben an die Wand geklemmt. Und so sind die heliumgefüllten Hasen, Bärlis und Micky-Mäuse auch heute noch Wiesn-Klassiker, beliebt bei Jung und auch Alt. Die eifrigsten Käufer sind Mädchen – „die meisten wollen ein rosa Pferd haben“ – und verliebte Erwachsene. Stuffer