Sensationelles trug sich vor genau 40 Jahren auf der Wiesn zu: Nachdem die Bedienungen bis dahin stets nur mit schweren Masskrügen zu tun hatten, mussten sie auf einmal leichte Tabletts mit Sektgläsern ins Flötzinger-Festzelt tragen (Bild). Der Grund für den revolutionären Getränkewechsel: Schausteller Heinz Distel senior ließ nach der Taufe seiner Enkelin Ira Patricia für alle Gäste Sekt ausschenken. Sogleich kamen einige schon 1986 auf die Idee, es sollte eine Sektbar als feste Wiesn-Einrichtung eingerichtet werden. Doch die Chancen für das prickelnde Getränk, auf einem Volksfest in Bayern viele Freunde zu gewinnen, werden als gering eingeschätzt, berichtete der Wiesnigel damals. Damit lagen die Skeptiker zwar daneben, trotzdem dauerte es weitere 20 Jahre, bis 2007 der Prosecco-Stadl kam. Was die Bierdimpfen von 1986 wohl zu den Palmen-Drinks im Karibik-Look von heute gesagt hätten? re/Stuffer