War des wieder eine Gaudi! Zum krönenden Abschluss des farbenprächtigen und bodenständigen Erntedankfestes zur Wiesn-Halbzeit wurde auch diesmal der Blasmusik-Abend im Flötzinger-Festzelt. Da stimmt die Dreder Musi keine Wiesnhits wie „Mamma Mia“, „Bella Napoli“ oder „Cordula Grün“ an, sondern spielte boarische Blasmusik. Und zwischendurch stiegen die Nußdorfer Goaßlschnalzer auf die Tische und ließen ihre Peitschen zu den Märschen „Doppeladler“ und „Rainer“ souverän im Takt knallen. 2007 haben Ehrenvorstand Walter Weinzierl vom Inngau-Trachtenverband und Dreder-Musi-Dirigent Roland Merk im Verbund mit der Flötzinger-Brauerei den Brauchtumsabend geschaffen. „Und heid es dea bsundane Omd mit so vui Trachtler nimma wegzumdenga – jawoi“: So brachte es einer der schneidigen Trachtler auf den Punkt. „Oiß, wos an Hax aufebringt, soi außa kema“, gab der Weinzierl „Woidda“ das Kommando aus – und schon ließ man es bei der Ambosspolka auf den Lederhosen und Schuhsohlen sauber krachen. Begleitet wurde das urbayerische Spektakel von den Juchezern, die zum Schuhplatteln gehören wie die Mass Bier zur Wiesn. „Puh, jetz muaß i erst amoi a bisserl durchschnaufa“, meinte ein schon etwas älterer Gamsbartträger, als er nach dem Gemeinschaftsplattler zurück zum Tisch kam – während sein Gegenüber, ein zwölfjähriger Bub von den Pfaffenhofener Trachtlern, den Blick schon nach vorn richtete: „Sche is gwen – i frei mi scho wieder aufs naxte Johr.“ Ruprecht