Wiesn-Brexit mit „Äinschls“ und „Brightonstein“

von Redaktion

Die Welt trifft sich auf der Wiesn – und vielen sieht man es schon von Weitem an, dass sie „koane Dosigen san“, also nicht von hier sind. Diese fröhliche Runde aus Sheffield in Nordengland ist extra nach Rosenheim gekommen, um zusammen mit einem Freund dessen 50. Geburtstag auf der Wiesn zu feiern. Die Gentlemen tragen gestreifte Original-Westen und Krawatten in den Farben eines britischen Rugby-Klubs, die Ladys haben sich ihre Dirndl (naja) extra fürs Herbstfest gekauft. Erstaunt waren die Besucher aus der 600.000-Einwohner-Stadt, wie textsicher die Leute in den Bierburgen Britpop-Klassiker wie „Äinschls“ (Angels) in astreinem Bavaro-Britisch mitgrölen: „Änd sruuu id ooooooll schie offas mie broddäggdschn, a lodd of laaf änd affäggdschn…“ Zum plötzlichen Kommunikations-Brexit kam es aber, als der Wiesnigel den Gästen einen „little Outfly“ (kleinen Ausflug) mit zünftiger „Breadtime“ (Brotzeit) auf den „Brightonstein“ im Mangfallgebirge empfahl, angeblich der „Housemountain“ (Hausberg) aller Südengländer um Brighton. Naja, das Wiesnigel-Englisch ist halt nicht gerade „first cream“ (erste Sahne), eher schon „not the yellow from the egg“ (nicht das Gelbe vom Ei) – wie die britische Dirndlmode. stuffer

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