Hat der Weißkopfseeadler, das amerikanischste aller Tiere, neben Grönland und der Fußball-WM nun auch schon das Rosenheimer Herbstfest im Klammergriff? Dieser globalisierte Horrorgedanke überkam den Wiesnigel Ignaz, als er hoch über dem Herbstfesthimmel das US-Wappentier kreisen sah. Aber die Befürchtung scheint unbegründet zu sein: In der Geister-Villa auf der Wiesn hat der Ignaz jedenfalls weder Donald Trump getroffen noch dessen Schwiegersohn, „Sondergesandten“ und Chef-Dealabwickler Jared Kushner. Also: Die Wiesn bleibt auch 2027 zu 100 Prozent boarisch – ohne Strafzölle, Preiswucher, Friedenspreis für Streithansl, Budweiser-Bier oder als „Hydration Breaks“ getarnte Werbepausen. Und das „one and only“ Herbstfest-Wahrzeichen wird auch in Zukunft der Wiesn-Trommler sein, um den sich 2026 nicht nur die Achse des Riesenrads drehte. Simeth/Schlecker