Sichere Wiesn: Polizei meldet deutlich weniger Straftaten

von Redaktion

Zahl der Wiesn-Verbote ebenso rückläufig wie die der Körperverletzungen – Auch weniger Personen in Arrest genommen – 127 Autos abgeschleppt

Rosenheim – Die Rosenheimer Polizei blickt sehr positiv auf die vergangenen zwei Wochen zurück. Auch Petrus brachte dem Fest viel Sonnenschein. Polizeidirektor Volker Klarner und Erster Polizeihauptkommissar Robert Maurer, die Einsatzleitung des Herbstfestes, erklärten: „Stark präsent, beherzt konsequent war und ist das Erfolgsrezept der Rosenheimer Polizei, um für die Bürgerinnen und Bürger einen sicheren Wiesnbesuch zu gewährleisten und für die Anwohner die Beeinträchtigung im Alltag so gering wie möglich zu halten.“ Die beiden Beamten hoben die Unterstützung der Dienststellen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und der Bereitschaftspolizei sowie die enge Zusammenarbeit mit Veranstalter, Sicherheitsbehörden, Feuerwehr und Rettungsdiensten hervor.

Die starke Polizeipräsenz, insbesondere an den einsatzreichen Wochenenden und in den Nachtstunden, habe wesentlich dazu beigetragen, dass aufkommende Streitigkeiten bereits im Vorfeld unterbunden wurden. Durch eine konsequente Verkehrsüberwachung im näheren Umfeld des Festgeländes konnte auch das hohe Verkehrsaufkommen ohne größere Störungen aufrechterhalten werden.

Zur Verhinderung von Sicherheitsstörungen und Straftaten ist das Wiesnverbot ein einschneidendes Mittel, um Störenfrieden und Randalierern Einhalt zu gebieten. Die Missachtung mit erneutem Betreten des Festgeländes wird mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruchs geahndet. Von der Wiesnwache wurden bislang 54 Wiesnverbote ausgesprochen.

Die Anzahl der Körperverletzungsdelikte ging mit insgesamt elf Anzeigen im Vergleich zum Herbstfest des vergangenen Jahres erfreulicherweise erneut zurück. Bei den registrierten Vorfällen kam es zu keinen gravierenden Verletzungen. Die teilweise sehr hohe Alkoholisierung der Beteiligten steht damit in engem Zusammenhang. Bislang wurden neun Eigentumsdelikte zur Anzeige gebracht, bei denen Wertgegenstände wie Fahrräder, Mobiltelefone und Geldbeutel ungewollt den Besitzer wechselten. Die präventiven Hinweise im Vorfeld der Veranstaltung sowie die polizeiliche Videoüberwachung auf dem Festgelände dürften wesentlich dazu beigetragen haben, die Delikte auf einem niedrigen Niveau halten zu können. Der Fahrraddiebstahl ist dabei mit vier Fällen statistisch erfasst.

Mit sechs Gewahrsamnahmen bewegen sich die Arreste der überwiegend männlichen Festbesucher deutlich unter dem Wert des vergangenen Jahres. Die Zahlen sind gegenüber dem vergangenen Jahr rückläufig. Auf dem Festgelände kam es zu drei Widerstandshandlungen. Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt – er ist weiter dienstfähig.

Gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Rosenheim wurden zahlreiche Kinder und Jugendliche hinsichtlich Rauchens, Drogen und Alkohols überprüft. Der Schwerpunkt lag dabei im Umfeld des Herbstfestgeländes. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Jugendlichen Alkohol an den bekannten Treffpunkten kaum mehr offensichtlich konsumierten. Rund 100 Kinder und Jugendliche konnten beim Rauchen in der Öffentlichkeit angetroffen werden, mehr als die Hälfte davon mit einer sogenannten „E-Zigarette“.

Der Pkw-Verkehr verlief während der gesamten Volksfestzeit, auch während der beiden Festzüge, reibungslos. Insgesamt wurden vier Fahrzeugführer mit zu hohen Alkoholwerten beziehungsweise drogentypischen Ausfallerscheinungen aus dem Verkehr gezogen, bei denen ein konkreter Bezug zum Herbstfestbesuch bestand.

Weiterhin konsequent wurde das verbotswidrige Parken auf Behindertenparkplätzen sowie Not- und Rettungswegen geahndet. Insgesamt mussten 127 Fahrzeuge abgeschleppt werden. Die Zahl der Beanstandungen für einfach gelagerte Parkverstöße bewegt sich im hohen dreistelligen Bereich. Noch nicht erfasst sind in der Bilanz die Zahlen des gestrigen Sonntags.

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