Innungssiegerin baut Schrank für Blasinstrumente

von Redaktion

Freisprechungsfeier der Schreinerinnung Rosenheim – Acht Prüflinge mit einer Einsernote

Brannenburg – „Mit Stolz blicken wir auf unseren Nachwuchs,“ sagte Innungsobermeister Peter Moser anlässlich der Freisprechungsfeier der Rosenheimer Schreinerinnung in der Wendelsteinhalle in Brannenburg. Insgesamt 49 Schreinerlehrlinge traten zur Prüfung an, 48 haben sie bestanden – darunter acht junge Frauen. Erfreute zeigte sich der Prüfungsausschussvorsitzende der Innung, Sebastian Fischer, über das aus seiner Sicht „außerordentlich gute“ Prüfungsergebnis. Der Notendurchschnitt in der Praxis lag bei 2,4 und in der Theorie bei 3,4. Besonders hervorzuheben sei die Anzahl der „Einserkandidaten“, so Fischer. Acht Prüflinge haben eine Einsernote.

Innungssiegerin der Gesellenprüfung wurde Marina Vogt, die im Betrieb von Martin Impler in Bad Feilnbach gelernt hat. Ihr Gesellenstück erhielt vom Ausschuss 99,6 Punkte. Sie ist selber leidenschaftliche Musikerin und stellte einen Aufbewahrungsschrank für Blasinstrumente her. „Ihr seid in einem Beruf ausgebildet worden, der einer der schönsten Handwerksberufe ist, denn mit dem Werkstoff Holz sind eurer Kreativität und gestalterischen Fähigkeit kaum Grenzen gesetzt“, sagte Moser.

Zu den Gratulanten bei der Freisprechungsfeier zählten unter anderem auch Brannenburgs Bürgermeister Mathias Jokisch, Landtagsabgeordneter Otto Lederer, stellvertretender Landrat Dieter Kannengießer, Reinhard Pobel, Leiter der Berufsschule Rosenheim, und Stefan Donderer von der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling.

Bürgermeister Mathias Jokisch macht in seinem Grußwort deutlich, dass die Berufsaussichten im Handwerk zurzeit sehr gut seien. Landtagsabgeordneter Otto Lederer lobte das duale Bildungssystem in Deutschland, das einen „Berufsabschluss auf hohem Niveau“ garantiere. „Der Beruf ist mehr als nur Broterwerb, er muss auch Spaß machen“, gab Dieter Kannengießer den jungen Menschen mit auf den Weg. Reinhard Pobel wies darauf hin, dass auch nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung eine stetige Qualifizierung notwendig sei, um sich für kommende Herausforderungen weiterzuentwickeln. Stefan Donderer von der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling war von den handwerklichen Leistungen der angehenden Gesellen beeindruckt.

Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots sprach die Auszubildenden frei und überreichte ihnen unter Beifall der anwesenden Gäste die Gesellenbriefe.

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