Bernau/Prien/Bad Endorf/ Riedering/Grabenstätt – So beeindruckend das tosende Schauspiel am Himmel Dienstagabend auch war, umso heftiger waren die Auswirkungen, die das flächendeckende Unwetter auf das Stromnetz sowie einige Privatpersonen in der Region hatte.
Dramatische Stunden hatten Wassersportler auf dem Chiemsee. Was als spaßige Bootstour begann, endete in einer Havarie, die zum Glück glimpflich ausging. Gegen 21.30 Uhr begannen die orangen Sturmwarnungs-Lampen am Ufer des Chiemsees zu leuchten. Alsbald erreichte die Wasserschutzpolizei Prien auch schon der erste Notruf. Ein Schlauchboot mit drei Personen war gekentert. Bis die Rettungskräfte eintrafen, retteten sich die Havarierten auf der Höhe des Autobahnparkplatzes „Chiemsee Pavillon“ ans Ufer. Alle blieben unverletzt.
Weniger einfach gestaltete sich jedoch die Suche nach einem Elektroboot, dessen Insassen gegen 23 Uhr der Wasserwacht Bernau meldeten, dass sie manövrierunfähig seien. „Es war völlig dunkel und das Boot unbeleuchtet. So mussten die Kollegen ein hochauflösendes Radargerät einsetzen“, berichtet Andreas Guske, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Erschwert wurde die Suche durch den hohen Wellengang und starken Wind. So alarmierte die Einsatzleitung alle für den Chiemsee zuständigen Wasserretter. Dann die gute Nachricht: Zweieinhalb Kilometer östlich der Fraueninsel fanden dann die Retter das gesuchte Ehepaar: völlig durchnässt – aber viel wichtiger: unverletzt.
Fortsetzung auf Seite 10.