Fortsetzung von Seite 9. Weniger Glück hatte ein 47-Jähriger aus Bernau, der am Nachbaranwesen einen umgefallenen Bauzaun aufstellen wollten. Ihn erwischte eine Sturmböe, sodass er samt Zaun mit dem Hinterkopf auf die Straße fiel und sich schwere Verletzungen zuzog. In Roßholzen am Samerberg brach der Maibaum ab. Insgesamt rückte die Polizei im gesamten Einzugsgebiet des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd 233-mal aus. „Dabei handelte es sich um gewöhnliche Unwetter-Einsätze wie entwurzelte Bäume“, so Pressesprecher Andreas Guske. Während bei der Polizei also „nichts Außergewöhnliches“ passierte, hatte die Bayernwerk AG in Sachen Stromnetz wesentlich mehr zu tun. Maximilian Zängl, Pressesprecher des Unternehmens, sprach gegenüber den OVB-Heimatzeitungen von einem ungewöhnlichen Abend. „Wir hatten viel Stress.“ In der Region waren insgesamt 3000 Haushalte betroffen: In Prien und Bad Endorf waren 1000 zeitweise ohne Strom, in Riedering sogar 2000. Die Störungen durch Blitzeinschläge und umgeknickte Bäume dauerten von 21.49 bis 23.11 Uhr an. „Das war der bisher heftigste Abend in diesem Jahr“, wusste Zängl zu berichten.