Umfangreiche Bauarbeiten am Kufsteiner Bahnhof

Neue Verkehrsdrehscheibe im Inntal

von Redaktion

Bagger und Baumaschinen soweit das Auge reicht: Der Bahnhof in Kufstein wird gerade zu einer modernen Verkehrsdrehscheibe für das Inntal ausgebaut. Nach dem Abriss leerstehender Teile des Bahnhofsgebäudes nimmt das neue Busterminal bereits Formen an. Auch Reisende aus der Stadt und dem Landkreis Rosenheim profitieren.

Kufstein/Rosenheim – Der Umbau des Bahnhofs samt Vorplatz ist ein Gemeinschaftsprojekt von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), dem Land Tirol, das durch den Verkehrsverbund Tirol (VVT) vertreten wird, und von der Stadt. Die Kosten betragen nach ÖBB-Angaben rund 2,9 Millionen Euro.

Bereits im vergangenen Jahr war fleißig gewerkelt worden. Abrissbirnen setzten großen Teilen des in den 80er-Jahren erstellten Bahnhofsgebäudes ein Ende. Heute präsentiert sich die künftige Verkehrsdrehscheibe bereits moderner – auch wenn es noch überall nach „Baustelle“ aussieht. Am nördlichen Flügelbahnhof, dort wo die Meridian-Züge aus Rosenheim meistens ankommen, entsteht ein moderner Terminal mit Haltebuchten für bis zu acht Stadt- und Regionalbusse sowie Kurzzeit- und Taxistellplätze.

„Der Busbahnhof ist mit einer 65 Meter langen Mittelinsel sowie mit einem überdachten Kundenbereich auf einer Länge von 24 Metern ausgestattet“, so ÖBB-Sprecher Johann Kapferer. Im witterungsgeschützten Bereich stehen Sitzgelegenheiten für die Fahrgäste zur Verfügung. Am Bahnhof Kufstein starten drei Stadtbuslinien sowie acht Regionalbuslinien, beispielsweise nach Rosenheim, Thiersee, Erl, Niederndorf, Ebbs, Wörgl und Söll. Daneben verbinden Fern- und Regionalzüge die Bezirkshauptstadt mit Innsbruck, Wörgl, Stadt und Landkreis Rosenheim, München, Salzburg, Wien, Italien samt Südtirol sowie mit dem Tiroler Unter- und Oberland.

Ein neues Parkdeck mit 240 Park-and-Ride-Plätzen ist ebenso geplant wie ein neuer Zugang zu den Bahnsteigen 1 bis 3. Nach Abschluss der Arbeiten im kommenden Jahr soll sich der Bahnhof samt Vorplatz als zeitgemäße Verkehrsdrehscheibe für das gesamte Inntal, diesseits und jenseits der Grenze, präsentieren.

Zur neuen Ausstattung gehören auch ein taktiles Leisystem nach internationalen Standards sowie digitale Anzeigetafeln, welche die Fahrgäste in Echtzeit über ihre Anschlussverbindungen informieren. Der zentrale Vorplatz wird zudem als „Shared space“ gestaltet. Das ist ein Konzept, das Autofahrer zum Abbremsen zwingt, auf Verkehrszeichen möglichst verzichtet und zudem alle Verkehrsteilnehmer gleichstellt.

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