Hochstätt – „Ihr habt Euch eine Basis für eine erfolgreiche berufliche Zukunft geschaffen“, gratulierte der stellvertretende Landrat Josef Huber. Dabei forderte er die jungen Gesellinnen und Gesellen auf, ihre Zukunft anzugehen und sorgfältig zu planen: „Jetzt liegt es an Euch. Entweder Ihr ruht Euch auf dem Erreichten aus oder Ihr baut darauf auf.“
Entscheidung für Beruf mit Verantwortung
Dass die Absolventen durch die Ausbildung erwachsen geworden seien, fand Kreisbäuerin Katharina Kern. Sie hätten sich für Berufe mit viel Verantwortung entschieden – für die Natur, für Tiere und Menschen. Sie hoffte, dass sich die jungen Frauen und Männer weiterbilden würden, fachlich, aber auch im Sinne der Herzensbildung „für das, wozu man persönlich steht“.
Dass die Lehrzeit durchaus mit einigem Aufwand verbunden war, zeigten die Bildungsberater auf. Stöckl verglich die Hauswirtschaftsausbildung mit einem sportlichen Lauf. Erst locker, dann straffer Richtung Zwischenprüfung, mit einigen temporären Malaisen, Veränderungen in Trainingseinheiten und Ausruhphasen und schließlich dem Endspurt zum Ziel. „Aber das Wichtigste ist: Sie alle sind Finisher,“ blieb sie im Laufjargon. Und mit diesen Finishern war Stöckl durchaus zufrieden. Im Durchschnitt errangen sie die Note 2,6 in der schriftlichen und 2,55 in der praktischen Prüfung.
Huber gratulierte den Landwirtschaftsstudierenden: „Ihr seid befreit von den Strapazen.“ Zwei Besonderheiten habe es diesmal gegeben. Nur eine junge Dame absolvierte die Ausbildung – eine Seltenheit, da es sonst klar mehr seien – und ein Studierender aus Nordrhein-Westfalen hatte sich für eine Lehre im Raum Rosenheim entschieden.
Die besten Leistungen zeigten Hubers Schützlinge in der Tierproduktion mit der Durchschnittsnote von 2,76, aber auch einer extremen Spannweite in diesem Bereich. Eher weniger gut lief es im Pflanzenbau mit 3,41-Schnitt. Die praktischen Prüfungen wurden auf vier Betrieben abgenommen, denen Hubers besonderer Dank galt.
Dabei habe ein „schon fast bedrohlicher Eindruck“ mit sechs Prüflingen und zwölf Prüfern entstehen können. „Aber, es ist eine Wertschätzung, wenn Ihr am Ende Eurer Ausbildung auch ordentlich bewertet werdet“, so Huber.
Diese Wertschätzung empfanden auch die Auszubildenden im Rückblick. Monika Schaberl und Johanna Englmaier erinnerten sich, dass man gleich erkannt habe, dass „wir so ein richtiger Haufen verrückter Mädels sind“. Für alle sei es sicher eine schöne Zeit gewesen, empfand Landwirtschaftsabsolvent Thomas Bramböck.
Dass alle das, was sie gelernt hätten, auch umsetzen könnten, hoffte Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Hampel. Musikalisch umrahmt wurde die Freisprechung im Gasthaus Kapsner von der „Feldroaner Musi“.