Sicherheitskonzept für das Herbstfest

Deutlich mehr Polizei auf der Wiesn

von Redaktion

Das Herbstfest so sicher wie möglich für alle Besucher zu machen und seinen Ruf als Familienwiesn zu unterstreichen – das ist auch heuer das Ziel von Veranstaltern und Polizei. „Wir sind bestens vorbereitet“, sagt Polizeipräsident Robert Kopp.

Rosenheim – Am Samstag heißt es wieder „O‘zapft is!“ in Rosenheim. Die Vorbereitungen der Polizei laufen seit Wochen auf Hochtouren. Mit dem Wirtschaftlichen Verband (WV) als Veranstalter und der Stadt wurden bewährte Sicherheitskonzepte fortgeschrieben.

Premiere: Erstmals übernimmt Polizeioberrat Volker Klarner als neuer Dienststellenleiter der Inspektion Rosenheim die Gesamteinsatzleitung.

Erhöhte Polizeipräsenz: Deutlich mehr uniformierte sowie zivile Beamte werden rund um das Veranstaltungsgelände eingesetzt. Unterstützt werden die Rosenheimer Schandis durch Bereitschaftspolizei, Verkehrspolizei, Polizeireitern und Hundeführern. Hierbei erfolgt auch eine tägliche Absuche mit Sprengstoffsuchhunden auf dem Gelände.

Zaun und Betonsperre: Um einen unkontrollierten Zugang zum Festgelände zu verhindern, gibt es erneut eine vollständige Umzäunung der Loretowiese. Zusätzlich werden an verschiedenen Eingängen Betonsperren als Durchfahrschutz angebracht.

Taschenkontrollen: An den Zugängen finden Selektivkontrollen statt, stichprobenartig werden Taschen und Rucksäcke durchsucht. Ein Verbot, Taschen oder Rucksäcke mit auf das Festgelände zu nehmen, gibt es nicht.

„Ohne“ ist besser: Um der Polizei und den Sicherheitsdiensten die Arbeit zu erleichtern und Wartezeiten an Eingängen zu verhindern, appelliert die Polizei an Besucher: „Bitte lassen Sie große Gepäckstücke wie Rucksäcke und Taschen zu Hause. Das gilt auch für den zur Tracht gehörenden Hirschfänger. Bitte führen Sie keine gefährlichen Gegenstände (etwa Waffen, Messer oder Pfefferspray) mit sich!“

Kameras und Bodycams: Die Videoüberwachung auf dem Gelände wird erweitert und in der Innenstadt fortgeführt. Zudem werden Polizeikräfte mit Bodycams ausgestattet. Ziel der Kameras ist es, eine gefahrenabwehrende Wirkung sowie erforderlichenfalls eine beweiskräftige Strafverfolgung zu erreichen.

Freie Fahrt: Zusammen mit Feuerwehr und Rettungsdiensten wurden die Notfallpläne überarbeitet, damit Rettungswege im Einsatzfall schnell und gleichzeitig freigemacht werden können.

Wiesnwache und Notruf: Die Polizei ist rund um die Uhr erreichbar. Die Wiesnwache am Glückshafen (Telefon 08031/200-2250) ist während der Festtage täglich von 13 bis 24 Uhr geöffnet. Natürlich hat jeder Besucher die Möglichkeit, speziell bei verdächtigen Wahrnehmungen, sich unter Notruf 110 direkt mit der Einsatzzentrale im Präsidium in Verbindung zu setzen.

Bürgertelefon: Erstmals bietet das Polizeipräsidium während der Herbstfestzeit ein Bürgertelefon an. Unter 08031/200-4444 werden täglich von 10 bis 24 Uhr polizeirelevante Fragen rund ums Herbstfest beantwortet.

„Stänkerer“ fliegen raus: Falls nötig, wird die Polizei zur Verhütung von Straftaten Personen in Gewahrsam nehmen. Randalierer müssen mit dem Wiesnverbot des Veranstalters rechnen.

Jugendschutz: Betrunkene Kinder und Jugendliche will niemand sehen. Die Zusammenarbeit bei den Kontrollen mit dem Ordnungs- und Jugendamt der Stadt Rosenheim hat sich bewährt und wird auch heuer fortgesetzt.

Promille: Weil sich Alkohol und Autofahren nicht vertragen, rät die Polizei: „Organisieren Sie bereits im Vorfeld die Heimfahrt, wenn Sie sich eine gemütliche Mass Bier gönnen wollen.“

Diebstähle: Um es Dieben schwer zu machen, wird empfohlen, keine Wertgegenstände, Taschen oder Handys unbeaufsichtigt abzulegen, nur so viel Bargeld mitzunehmen, wie man braucht sowie EC-Karte und Geheimzahl nie gemeinsam aufzubewahren. Masskrüge gehören in die Bierburgen. Wer außerhalb davon damit erwischt wird, muss mit einer Diebstahlsanzeige rechnen.

Abgeschleppt: Sein Auto „am Haken“ eines Abschleppfahrzeuges sieht keiner gerne. Viel stressfreier als die mühsame Parkplatzsuche ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Gefunden: Fundsachen können auf dem Festgelände am Haupteingang und zu den üblichen Öffnungszeiten beim Fundamt der Stadt Rosenheim abgeholt und abgegeben werden.

Nachtruhe: Die Anwohner rund um das Festgelände haben ein Recht auf Nachtruhe. Die Polizei bittet: „Entsorgen Sie Müll in dafür vorgesehenen Behältnissen und nicht in den Vorgärten rund um die Loretowiese. Und erledigen Sie Ihre „Geschäfte“ in den Toilettenanlagen.“re

„Keine Festung“

Polizeipräsident Robert Kopp: „Es wäre verantwortungslos, die Bedrohungslage durch den islamistischen Terrorismus nicht ernst zu nehmen. Das Herbstfest steht für unsere Art zu leben, deshalb bauen wir die Wiesn nicht zu einer Festung aus. Wir reagieren auch heuer mit einem angemessenen Sicherheitskonzept.“

„Sicher fühlen“

Polizeioberrat Volker Klarner, Einsatzleiter: „Die große Vorfreude auf das Herbstfest ist bei mir als neuem Einsatzleiter und bei meinen Kollegen schon spürbar. Wir als Polizei werden die Sicherheitslage stets neu bewerten und alles daran setzen, dass die Herbstfestbesucher sicher sind und sich sicher fühlen können.“

Artikel 11 von 11