Übersee – Direkt am Festivalgelände hat die Polizei wieder eine eigene Dienststelle auf Zeit eingerichtet. Sie ist so ausgestattet, dass dort alle anfallenden Delikte abgearbeitet werden können. Auch die Einsatzleitung ist hier untergebracht, um bei eventuellen Problemen schnell Entscheidungen treffen zu können. Einsatzleiter ist auch in diesem Jahr Polizeioberrat Rainer Wolf, im „richtigen Leben“ Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Traunstein.
Wie die Polizei ankündigt, wird es bereits während der Anfahrt der Besucher Kontrollen geben. Auch einem möglichen Drogenmissbrauch soll so schon im Ansatz ein Riegel vorgeschoben werden. Das Präsidium hat hier eine harte Linie angekündigt: „Gegen den Besitz und Handel mit illegalen Drogen wird konsequent vorgegangen.“
Im vergangenen Jahr kamen an den Zugängen Zufahrtssperren aus Beton zum Einsatz – Ausdruck der veränderten Sicherheitslage nach Nizza, Ansbach und Berlin. Heuer haben die Sicherheitsbehörden erstmals an den Zutrittsbereichen eine Video-Überwachung installiert. Die Aufnahmen werden laut Polizei drei Wochen lang gespeichert. Schilder weisen auf die Kameras hin.
Zudem begleitet die Polizei den Einsatz auf dem Festival auch über die eigenen Kanäle auf Facebook und Twitter und wird hier nötigenfalls auch Warnhinweise und Verhaltenstipps geben. Unter www.polizei.bayern.de/oberbayern/ wurden darüber hinaus Sonderseiten zum „Chiemsee Summer-Festival“ eingerichtet – mit Tipps zu Themen wie Jugend- und Diebstahlsschutz, Drogenprävention sowie Sicherheitstipps für Camper.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich Kinder unter sechs Jahren überhaupt nicht auf dem Festivalgelände aufhalten dürfen und Jugendliche unter 16 Jahren nur in Begleitung einen Sorgeberechtigten oder mit dessen schriftlicher Erlaubnis in Begleitung einer „erziehungsbeauftragten Person“ unterwegs sein dürfen.
Wilde Parker werden abgeschleppt
Vorsichtig sollte man auch bei der Suche nach einem Parkplatz sein. Auf die Freihaltung der Flucht- und Rettungswege will man ein besonderes Augenmerk legen. Im schlimmsten Fall lasse man Fahrzeuge abschleppen, kündigt die Polizei an.
Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd sieht sich mit seinem Sicherheitskonzept auf dem richtigen Weg. Trotz der deutlich ausgeweiteten Sicherheitsmaßnahmen hätten sich im vergangenen Jahr die Festivalbesucher den Spaß nicht nehmen lassen. Dies haben nach Überzeugung der Polizei nicht zuletzt die vielen Selfies gezeigt, die zusammen mit den Beamten gemacht wurden. ku