Kein Beruf für Einzelkämpfer

von Redaktion

Freisprechungsfeier für die neuen Gesellen der Zimmerer-Innung Rosenheim

Rosenheim – Rudolf Schiller, Obermeister der Zimmerer-Innung Rosenheim, würdigte bei der Freisprechung der frischgebackenen Zimmerergesellen im Hotel „Zur Post“ in Rohrdorf alle, die zum Erfolg beigetragen haben: die Familien, die Unternehmer, die einen Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt hatten, die Mitarbeiter in den Ausbildungsstätten, die den Lehrlingen in der Werkstatt und an der Baustelle zur Seite standen, und die Lehrkräfte der Berufsschulen und Ausbildungszentren.

Auch viele Ehrengäste waren der Einladung zur Freisprechungsfeier gefolgt – unter anderem Landrat Wolfgang Berthaler, der Präsident der Zimmerer in Bayern und Präsident von Holzbau Deutschland, Peter Aicher, Professor Dr. Martin Illner von der Hochschule Rosenheim und Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots.

Appell: Stets

neugierig bleiben

Innungsobermeister Schiller betonte in seiner Ansprache, die neuen Gesellen seien Teil eines Teams und einer Gemeinschaft. Denn als Einzelkämpfer könne man im Zimmererhandwerk nichts ausrichten. Das gemeinschaftliche Wissen und Können eines Teams sind immer viel effizienter und damit wirtschaftlicher, als die Kraft des Einzelnen, so der Obermeister. Deshalb sei es wichtig, dass man sich als Person in ein Team aktiv einbringe, zusammen an einem Ziel festhalte, daran arbeite und Rücksicht auf den anderen nehme. „Das Sozialverhalten jedes Einzelnen innerhalb des Unternehmens ist demnach ein entscheidender Faktor für den Erfolg der ganzen Mannschaft“, ist Schiller überzeugt.

Als wichtiges Erfolgsrezept gab er allen Anwesenden auch mit, neugierig zu bleiben für aktuelle Entwicklungen am Markt, auf dem großen Gebiet der Bauphysik, in Bezug auf neue Fertigungsmöglichkeiten.

Außerdem wies er auf die Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten hin, die der bestandene Abschluss mit dem Gesellenbrief mit sich bringt. Den frischgebackenen Gesellen stehen nun alle Türen offen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft im Zimmererhandwerk, so der Festredner.

Ehrung für die

drei Innungssieger

55 stolze Prüflinge der Zimmerer-Innung Rosenheim nahmen ihren Gesellenbrief entgegen. Besonders ausgezeichnet wurden die Teilnehmer am praktischen Leistungswettbewerb, die drei Innungssieger 2017. Diese wurden in Mitgliedsbetrieben der Zimmerer-Innung erfolgreich ausgebildet. Mit dem besten Ergebnis wurden geehrt: Andreas Obermair vom Ausbildungsbetrieb Michael Holzner, Brannenburg, Zweitbester Johannes Feltes von der Zimmerei Seb. Strasser, Riedering, und Dritter Lukas Hoffmann von der Zimmerei Franz Wörndl, Eggstätt.

Der Festabend klang noch in gemütlicher Runde mit der Kapellenbergmusi aus. re

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