Heute startet Schwerpunktaktion der Polizei

Die Rettungsgasse fest im Blick

von Redaktion

Verstöße von Autofahrern werden konsequent geahndet

Rosenheim – Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd startet am heutigen Samstag eine mehrwöchige Schwerpunktaktion, um das Bewusstsein der Autofahrer für die Notwendigkeit zu schärfen, bei stockendem Verkehr auf Autobahnen oder mehrspurigen Straßen eine Rettungsgasse zu bilden. Diese Pflicht haben Autofahrer, damit beispielsweise nach einem Unfall Rettungsfahrzeuge schnellstmöglich zum Einsatzort gelangen. Gegen „Rettungsgassen-Verweigerer“ will die Polizei im Rahmen der Aktion einschreiten und Verstöße konsequent ahnden.

Wie das Polizeipräsidium weiß, müssen auch im südlichen Oberbayern die Helfer von Polizei und Rettungsdienst immer wieder feststellen, dass sich die Bereitschaft der Autofahrer, eine Rettungsgasse zu bilden, leider nicht spürbar gebessert hat. Und das, obwohl das Thema in den vergangenen Monaten vielfach in die Öffentlichkeit getragen wurde. Die Helfer stellen fast täglich fest, dass sehr oft Unwissenheit und Unaufmerksamkeit die Gründe für dieses Verhalten sind. Manche Verkehrsteilnehmer ignorieren die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, allerdings offenbar auch bewusst. Dagegen will die Polizei jetzt massiv vorgehen.

Sie weist zudem darauf hin, dass es ganz einfach ist, eine Rettungsgasse zu bilden. Eine solche freie Fahrspur für Einsatzfahrzeuge muss bereits dann geschaffen werden, wenn die Autofahrer merken, dass der Verkehr ins Stocken gerät. Wenn die Fahrzeuge in einem Stau bereits dicht hintereinander stehen, ist es nach den Erfahrungen der Polizei oft nicht mehr möglich, die Gasse rasch zu bilden und Platz zu schaffen.

Zur Bildung der Rettungsgasse gilt eine einfache Regel: „Eins links – zwei rechts“. Das heißt: Fahrzeuge auf der linken Spur fahren an den linken Fahrbahnrand, Fahrzeuge auf allen anderen Spuren nach rechts.Der Standstreifen bleibt frei. Die Rettungsgasse muss solange offen bleiben, bis der Verkehr wieder rollt.re

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