Rosenheim – Drama in einer Rosenheimer Asylbewerber-Unterkunft! Weil eine 22-jährige Bewohnerin am Freitag in ihrem Domizil in der Kufsteiner Straße gegen 11.30 Uhr tot aufgefunden wurde und die Polizei eine vorläufige Betreuung für den knapp zweijährigen Sohn der Frau organisieren musste, der so plötzlich seine Mutter verlor, kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen anderen Bewohnern und Beamten. Vier Polizisten und ein Asylbewerber wurden bei dem Gerangel leicht verletzt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim war ein Großaufgebot an Einsatzkräften erforderlich, um die Lage zu beruhigen.
Zur Eskalation kam es, weil sich mehrere Bewohner der Unterkunft zusammengeschlossen hatten und gewaltsam verhindern wollten, dass das Jugendamt das Waisenkind in seine Obhut nimmt und aus der Unterkunft bringt. Laut Polizeibericht gelang es nur durch Hinzuziehung weiterer Einsatzkräfte der Inspektion Rosenheim, der Bundespolizei und der Bereitschaftspolizei, den Buben an Vertreter des Jugendamtes zu übergeben. Ein Asylbewerber griff die Gesetzeshüter an und verletzte vier Beamte leicht. Der 27-jährige Mann wurde daraufhin festgenommen und bei seiner Festnahme ebenfalls leicht verletzt. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren. Er wurde unter anderem wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.
Die verstorbene Frau soll schon seit längerer Zeit an schweren epileptischen Anfällen gelitten haben. Diese Angaben erhielt die Polizei von einem Bewohner des Heims und einer Betreuerin der Frau. Beamte der Kriminalpolizei Rosenheim haben mittlerweile Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände zu klären, die zum Tod der 22-jährigen Asylbewerberin führten. Anhaltspunkte für ein Gewaltverbrechen liegen derzeit nach Polizeiangaben nicht vor. Endgültigen Aufschluss über die Todesursache soll eine Obduktion geben, die von der Staatsanwaltschaft angeordnet wurde. Sie soll in den nächsten Tagen in der Gerichtsmedizin erfolgen.re