Großkarolinenfeld – Die Flammen schlugen laut Polizei bereits meterhoch in den Nachthimmel, als zwei Zeugen auf ihrem Heimweg gegen 3 Uhr das Feuer bemerkten und Polizei und Feuerwehr alarmierten. Die rückte mit einem großen Aufgebot zur Einsatzstelle aus, die sich bereits einige Meter auf Großkarolinenfelder Gemeindeflur befindet, wie sich beim Eintreffen der Löschkräfte herausstellte. Rund 80 Helfer, die mit einem Dutzend Fahrzeugen im Einsatz waren, machten sich nach Auskunft von Zugführer Dr. Theo Roppelt von der Rosenheimer Feuerwehr unverzüglich an die Brandbekämpfung. Mit vereinten Kräften gelang es den Wehren aus der Stadt Rosenheim, von Westerndorf St. Peter, Großkarolinenfeld, Pfaffenhofen und Marienberg, die Flammen nach einer knappen Stunde unter Kontrolle zu bringen.
Dass der Stadel vollkommen niederbrannte, konnte die Feuerwehr nicht verhindern. Ein Raub der Flammen wurden auch Heu- und Strohvorräte sowie ein Bulldog und ein Anhänger, die in dem Gebäude untergestellt waren.
Eine Gefahr für die Häuser in Wernhardsberg bestand laut Roppelt nicht. Das Brandobjekt sei etwa 200 Meter vom nächsten Haus entfernt, auch zu einer nahen Hochspannungsleitung habe genügend Sicherheitsabstand bestanden.
Kurzzeitig beeinträchtigt war allerdings der Bahnverkehr auf der Strecke Rosenheim-Mühldorf. „Für die Löscharbeiten mussten wir eine Schlauchleitung über die Gleise legen“, nennt Roppelt den Grund für die Maßnahme, die vom Notfallmanager der Bahn angeordnet wurde.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten sich die Feuerwehrleute mit schwerem Atemschutz dem Brandobjekt nähern. Als sehr hilfreich erwies sich laut Roppelt ein Bagger, der nach etwa zwei Stunden zum Einsatz kam. Mit seiner Hilfe konnten verkohlte Balken heruntergerissen und glimmendes Heu und Stroh aus dem Stadel gebracht werden. „Das war vor allem für die Nachlöscharbeiten von großem Vorteil“, weiß Roppelt.
Die Kripo Rosenheim hat mittlerweile die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Sie sucht nach weiteren
Zeugen, die ihr mit Beobachtungen bei ihrer Arbeit weiterhelfen können.
Hinweise unter
08031/2000