Rosenheim – Am Samstag begannen für die Beamten der Polizeiinspektion Rosenheim wieder 16 lange Arbeitstage auf dem Herbstfest. Bis auf wenige kleinere Zwischenfälle blieb es am ersten Wiesntag ruhig. Die Polizei sprach von einem friedlichen und fröhlichen Wiesnauftakt. Die neue Uniform und die mitgeführten Bodycams waren der „Hingucker“ am ersten Wiesn-Samstag.
Bevor die Wiesnwache ihre ersten Runden drehte, ließen es sich die Beamten nicht nehmen, ihrem langjährigen Wiesnwachleiter Robert Maurer ein kleines Geburtstagsständchen zu singen. Polizeipräsident Robert Kopp überreichte zusammen mit Vizepräsident Harald Pickert zu diesem freudigen Anlass ein kleines Präsent.
Zu vorgerückter Stunde machte sich dann die Hitze in Verbindung mit dem gesteigerten Bierkonsum am Einsatzgeschehen bemerkbar. Der ein oder andere Stänkerer wusste sich nicht mehr zu benehmen und verbrachte die Nacht in der Ausnüchterungszelle.
Einem 70-Jährigen aus dem Landkreis Rosenheim blieb diese Art der Übernachtung erspart, nachdem er von Beamten alkoholbedingt auf der Straße sitzend angetroffen wurde. Da sich der Mann nicht mehr zu helfen wusste und auch nicht mehr stehen konnte, wurde er in polizeiliche Obhut genommen. Nach telefonischer Verständigung der Ehefrau fand auch dieser Einsatz zumindest für die Beamten ein glückliches Ende.
Der Jugendschutz wird auch auf dem Rosenheimer Herbstfest konsequent im Auge behalten. So mussten sich einige Jugendliche am Autoscooter und auch außerhalb des Herbstfestgeländes gegenüber der Polizei erklären. Die jungen Wiesnbesucher wurden rauchend und teilweise mit stark alkoholhaltigen Getränken angetroffen. Nach der Belehrung durch die Polizei wurden sie an die Eltern übergeben.
Die ersten Wiesnverbote gingen am Samstagabend an sechs junge Männer im Alter von 22 bis 25 Jahren nach einer körperlichen Auseinandersetzung im Prosecco- Stadl. Nach anfänglicher Pöbelei endete der Streit mit dem Einschreiten der Sicherheitsdienste sowie der Wiesnwache. Zwei der Beteiligten wurden mit Schnittverletzungen aufgrund zerbrochener Gläser medizinisch versorgt. Die jungen Männer müssen sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten und dürfen die restlichen 15 Wiesntage das Festgelände von außen betrachten.
Dass sich Alkohol oder Drogen und anschließend ans Steuer setzen nicht vertragen, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Offensichtlich nicht bei einem 26-jährigen Rosenheimer, dessen Fahrzeug auf der B 15 kontrolliert wurde. Der sichtlich nervöse Autofahrer wurde positiv auf Drogen getestet und musste sich anschließend einer Blutentnahme unterziehen. Ebenso wie zwei Männer im Alter von 18 und 23 Jahren aus dem westlichen Landkreis Rosenheim. Beide gerieten in eine Verkehrskontrolle, der Alkomat zeigte einen Wert von über 1,1 Promille an. Die Führerscheine der Fahrzeuglenker wurden noch in der Nacht sichergestellt.re