Wiesn-StreiflichteR

von Redaktion

Premiere für Oberkommissar Anton Huber (35) vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd, der heuer erstmals die polizeiliche Pressearbeit über das Geschehen auf dem Herbstfest koordiniert und am Samstag mit einer Kollegin auf dem Wiens-Gelände unterwegs war. Jede Menge gemeinsame Fotos mit Besuchern aus Italien, Polen und Tschechien standen auf dem Arbeitsprogramm des Beamten – natürlich auch Fotos mit hübschen jungen Frauen, die im Rahmen von Junggesellinnenabschieden eine Runde über die Wiesn drehten. Da sah der Gesetzeshüter selbstverständlich von einer Anzeige ab, wenn seine Kopfbedeckung flugs den Besitzer für ein Erinnerungsfoto wechselte. Mit Erinnerungsgeschenken für ihn schaute es allerdings schlecht aus. Da musste Huber zugeben, dass die alle an die Kollegin gingen, mit der er unterwegs war. „Was die selbst geschossene Blumen und Komplimente bekommen hat“, meinte er fast ein wenig neidvoll. Der Wiesnigel sieht das nüchtern. Ihm reicht es, wenn Huber genügend Informationen über das polizeirelevante Geschehen auf der Wiesn bekommt. Und auch die darf er natürlich nicht für sich behalten, sondern muss sie rasch an die Medien weitergeben.tt / FOTO REISNER

Kaum ist Wiesn-Zeit, schon läuft es: Christoph Börtschök, Kapitän der Landesliga-Fußballer des SB DJK Rosenheim, feierte mit seinem Team am Samstag – exakt zum Herbstfest-Auftakt – den ersten Heimsieg der laufenden Saison. Siegtorschütze zum 1:0-Erfolg war der „Capitano“ selbst mit einem eiskalt verwandelten Elfmeter. Da darf man schon mal das Fußballtrikot mit der Lederhose tauschen, auf der Wiesn kräftig feiern und die Karolinenfelder Musi in der Auerbräu-Festhalle dirigieren. Foto Ruprecht


Da merkt man die große Wiesn-Erfahrung, die stellvertretende Landrätin Alexandra Burgmaier und Christina Pfaffinger, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Chiemsee Alpenland und Vorstandsmitglied im Wirtschaftlichen Verband, haben. Beide wurden im schmucken Dirndl bereits eine Zeit lang vor den offiziellen Eröffnungsreden zum Herbstfest-Auftakt auf

der Loreto-
wiese gesichtet. Den

Grund für den zeitlichen Vorlauf verrieten sie dem Wiesnigel. Es gibt ganz wenig besonders schattige Platzerl unter dem Dach des Glückshafens, wo man auf den Einzug der Ehrengäste und der Festkutschen warten kann. Wer so einen haben will, der muss halt ziemlich früh kommen. Ein Schicksal, das die beiden in Erwartung der ersten kühlen Mass aber mann(frau)haft ertrugen.tt

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