erfreuliche Herbstfestbilanz der Polizei

Sicherheitskonzept erfolgreich umgesetzt

von Redaktion

„In der Gesamtschau können wir auf ein friedliches Volksfest zurückblicken und bedanken uns bei den vielen Gästen für das Vertrauen in die polizeiliche Arbeit.“ Das betonte Polizeipräsident Robert Kopp gestern zum Ende des Herbstfestes.

Rosenheim – „Die erfolgreiche Umsetzung des angepassten Sicherheitskonzeptes freut mich besonders“, so Kopp weiter. Mit bemerkenswerten Engagement und hoher Motivation sei es den eingesetzten Polizeibeamten – im Verbund mit allen Verantwortlichen – gelungen, den Besuchern vergnügliche und unbeschwerte Wiesntage zu ermöglichen.

Bereits in der Planungsphase stand die Sicherheit an oberster Stelle. Hier galt es, das angepasste Sicherheitskonzept so umzusetzen, dass sich die Gäste sicher fühlen, aber auch nicht auf den traditionellen und gemütlichen Volksfestcharakter verzichten müssen. Ohne Ausnahmen seien sowohl die hohe Polizeipräsenz wie auch die selektiven Taschen- und Personenkontrollen an den Eingängen positiv bewertet worden. Auf ihren Streifengängen erntete die Wiesnwache viel Lob für ihre Arbeit.

Polizeioberrat Volker Klarner, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Rosenheim: „Ein großes Dankeschön geht an die Herbstfestbesucher. Teils mit bereits geöffneten Handtaschen liefen sie durch die Eingangstore und zeigten größtes Verständnis für unsere Sicherheitsvorkehrungen.“

Nach seinem ersten Jahr als Einsatzleiter könne er auf 16 erfolgreiche Einsatztage zurückblicken, so Klarner. Das positive Gesamtbild kann auch das einsatzreiche mittlere Wiesnwochenende nicht trüben. Hier zeigte sich vor allem durch überwiegend auswärtige Störenfriede ein erhöhtes Einsatzaufkommen. Dabei hätten sich die neuen Bodycams bewährt, die vor allem Beleidigungs- und Widerstandshandlungen beweiskräftig aufzeichneten.

Überwiegend zu späterer Stunde in der Innenstadt unterstützten Kollegen der Bereitschaftspolizei, des Polizeipräsidiums München sowie der Einsatzzüge aus Rosenheim, Traunstein und Murnau die Rosenheimer Beamten. Grundsätzlich habe auf dem Festgelände eine entspannte und friedliche Stimmung geherrscht.

Auch 2017 war das Wiesnverbot ein gutes Mittel gegen Störenfriede. Vor allem männliche, alkoholisierte Randalierer, wurden bis Sonntagmittag in 112 Fällen (2016: 85) des Festgeländes verwiesen. Auch die Zahl der Körperverletzungsdelikte – es waren 40 – ist im Vergleich zum Vorjahr (36) etwas gestiegen. Der überwiegende Teil verlief ohne größere Verletzungen. Mit 55 Gewahrsamnahmen (2016: 44) bewegen sich die Arreste von überwiegend erwachsenen Männern ebenfalls über dem niedrigen Wert von 2016. Bis Sonntagmittag wurden 30 Eigentumsdelikte (2016: 24) auf dem Herbstfest zur Anzeige gebracht. Gestohlen wurden hauptsächlich Fahrräder, Mobiltelefone und Handtaschen. Das Phänomen „Masskrugdiebstahl“ hat inzwischen keine Bedeutung mehr und so kann im dritten Jahr in Folge „Fehlanzeige“ gemeldet werden.

Beim Jugendschutz wurde das Augenmerk auf den Ausschank und die Weitergabe von Alkohol gelegt. Erfreulicherweise gab es hier in den Schankbetrieben fast keine Beanstandungen. Mit elf aufgegriffenen Jugendlichen (2016: 14) lagen die Zahlen unter dem Vorjahresniveau.

Der Pkw-Verkehr verlief auch während der Festzüge, nahezu reibungslos. Sechs Autofahrer (2016: neun) wurden mit zu hohen Alkoholwerten oder drogentypischen Ausfallerscheinungen auffällig. Volksfestbedingte Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss waren auch heuer nicht zu verzeichnen. Es wurde auch weniger abgeschleppt: 26 Fahrzeuge kamen an den Haken, 2016 waren es 31.

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