Holzkirchen/Rosenheim – Aufatmen bei Zugreisenden, weniger Gefahr für Migranten: Die Güterzugkontrollen bei Raubling aus Richtung Brenner sollen von der freien Strecke auf ein Rangiergleis in Rosenheim verlegt werden. Die Bayerische Oberlandbahn GmbH, die den Meridian betreibt, begrüßt diese Vereinbarung, drängt aber darauf, dass die Lösung schnellstmöglich, nicht erst in den nächsten Monaten, umgesetzt wird. Die Entscheidung fiel nach intensiven Gesprächen mit Bundespolizei und Politik, um Leib und Leben der Migranten zu sichern sowie den Fahrgästen Fahrten mit dem Meridian nach Kufstein zu ermöglichen. Bisher waren auf Anordnung der Bundespolizei die Güterzüge bei Raubling gestoppt und hinsichtlich einreisender Migranten auf freier Strecke kontrolliert worden. So wurden alle Meridian-Züge gestoppt, oft mehrfach am Tag kontrolliert. Folge: Die betroffenen Zugleistungen mussten durch Busse ersetzt werden. Der Meridian bekam nur den Tag der Kontrollen vorab mitgeteilt, nicht den einzelnen Zug. So musste der Busnotverkehr oft ad hoc bestellt werden. Es gab Verspätungen und massive Beschwerden. Laut Meridian war eine dauerhafte Bereitstellung von Bussen wegen fehlender Kapazitäten nicht jeden Tag möglich.
Die Bürgerbeschwerden griff die AfD in einer Erklärung auf, in der sie erneut fordert, Güterzugkontrollen nur an der Grenze in Kiefersfelden durchzuführen. Begründung: Illegal Einreisende könnten direkt an der Grenze abgewiesen werden, zumal es inhuman sei, die illegal Einreisenden der über 20 Kilometer langen Fahrt bis Rosenheim auszusetzen.