Rosenheim – Ein Missverständnis hat jetzt zu einem kuriosen Polizeieinsatz in Rosenheim geführt. Eine Mutter hatte am Georg-Staber-Ring ihrem zehnjährigen Sohn ein Tablet-Verbot erteilt.
Das wollte der Bub nicht so stehen lassen. Er alarmierte per Notruf die Rettungsleitstelle in Rosenheim. Dort kam die Nachricht aber etwas anders an. Bei der Leitstelle hörte es sich so an, als habe die Mutter des Buben Tabletten genommen. So eilte sofort eine Polizeistreife zur genannten Adresse am Georg-Staber-Ring.
Dort stellte sich schnell heraus, dass es sich zum einen um ein Verständigungsproblem gehandelt hatte, zum anderen der zehnjährige Sohn tatsächlich den Notruf gewählt hatte, weil seine Mutter an diesem Abend unerwartet streng mit ihm gewesen war.
Nach dem Tablet-Verbot hatte er weinen müssen – und unter Tränen den Notruf gewählt. Und so kam es zu den Verständigungsschwierigkeiten, die auf einen möglichen übermäßigen Tablettenkonsum der Mutter hindeuteten. In einem kurzen Gespräch konnten die Beamten den „Familienstreit“ beilegen und alle wieder beruhigen. Der junge Mann musste allerdings ohne Tablet ins Bett gehen.