Bahnhöfe auf dem prüfstand

Oberaudorf und Rosenheim spitze

von Redaktion

Für das jüngste Qualitäts-Jahresranking der Bayerischen Eisenbahngesellschaft haben die Tester auch etliche Bahnhöfe und Haltepunkte in der Region in Augenschein genommen. Ergebnis: Für Rosenheim, Oberaudorf und Eisenärzt (Gemeinde Siegsdorf) gab es Bestnoten. Schlusslicht war 2016 Kolbermoor.

Rosenheim – Mehrere hundert Stationen im ganzen Land haben die Tester der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), der Aufsichtsbehörde des regionalen Schienenverkehrs im Freistaat, unter die Lupe genommen. Ein gutes Dutzend davon liegt in Stadt und Landkreis Rosenheim. Geprüft worden sind unter anderem die Bedienbarkeit der Fahrkartenautomaten, die Sauberkeit der Bahnsteige sowie der Zustand von Anzeigetafeln und Uhren. Auch ob das Personal die Öffnungszeiten am Schalter einhält, fließt laut BEG in das Bewertungssystem mit ein. Die Ergebnisse der Tests werden den Verkehrsunternehmen – in der Region sind das die Deutsche Bahn und die Bayerische Oberlandbahn GmbH – sowie dem Stationsbetreiber DB Station und Service zur Verfügung gestellt.

„Zusätzlich zu den einzelnen Testpunkten erhält jede Station eine Gesamtnote, die den Gesamteindruck widerspiegelt und alle Bereiche der Station einbezieht“, heißt es bei der Behörde. Der Anteil der 2016 mit „sehr gut“ bewerteten Stationen liegt mit 25,1 Prozent deutlich über dem Anteil des Vorjahres (14,7 Prozent). Bei größeren Mängeln – besonders in stärker frequentierten Aufenthaltsbereichen – erhalten die Stationen dagegen schlechtere Bewertungen. Der Anteil der Bahnhöfe, die aufgrund eines negativen Aufenthaltsgefühls oder eingeschränkter Nutzungsmöglichkeiten die Note „sehr schlecht“ erhalten haben, lag 2016 leicht erhöht bei 2,5 Prozent (Vorjahr 1,3 Prozent).

Zu den Spitzenreitern in der Region gehören die Bahnhöfe von Oberaudorf und Rosenheim. Für beide gab es die Note „sehr gut“. Danach folgen die Bewertungen mit „befriedigend“. Dazu zählen in der Region zwölf Bahnhöfe: Raubling, Bad Endorf, Ostermünchen, Westerham, Bruckmühl, Heufeldmühle, Aschau im Chiemgau, Umrathshausen, Vachendorf und Urschalling (Markt Prien), Traunstein sowie Gars am Inn.

Mit „unbefriedigend“ wurden Flintsbach, Großkarolinenfeld, Schechen, Wasserburg, Prien am Chiemsee, Mittergars sowie die kurz hinter der Landkreisgrenze liegende Station Kreuzstraße (Gemeinde Valley) benotet. Als eine der bayernweit wenigen mit „sehr schlecht“ bewerteten Bahnhöfe bildet diesmal Kolbermoor das Schlusslicht in der Region. Hierzu muss man aber wissen, dass die Umbauarbeiten in der Mangfallstadt – wie von der BEG beschrieben – aufgrund eingeschränkter Nutzungsmöglichkeiten und einer negativen Aufenthaltsqualität die Noten erfahrungsgemäß vorübergehend in den Keller gehen lassen. Kolbermoor ist also nur ein Kellerkind auf Zeit.

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