„Wahnsinnsfahrt“ auf der Autobahn

von Redaktion

Lkw-Fahrer mit über zwei Promille unterwegs

Rosenheim/Bad Aibling – Mit einer „Wahnsinnsfahrt“ hat ein volltrunkener Fahrer eines Sattelzuges auf der Autobahn eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Damit hat der 35-jährige Mann aus der Ukraine sein eigenes und das Leben anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel gesetzt. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Am Freitagvormittag gegen 11.10 Uhr gingen über den Notruf mehrere Mitteilungen über einen in Schlangenlinien fahrenden Lkw ein, der im Baustellenbereich der A93 in Fahrtrichtung Rosenheim zuerst seitlich einen Pkw und dann mehrmals die rechte Leitplanke touchierte. Der Fahrer machte nach dem Unfall keine Anstalten, stehen zu bleiben. Er fuhr auf der A8 in Richtung München weiter, wobei der Sattelzug über alle drei Fahrstreifen schlingerte und teilweise umzustürzen drohte. Es fehlte nicht viel, und die Ladung – zwei Zugmaschinen und ein Traktor – wären auf die Autobahn geschleudert worden. Mehrere Sicherungsspanngurte waren durch die starke Belastung bereits gerissen.

Im Steigungsbereich am Irschenberg prallte der Sattelzug gegen die Stützmauer, ehe eine Polizeistreife die Horrorfahrt an der Ausfahrt Irschenberg stoppen konnte. Bei der Kontrolle fiel der Fahrer den Beamten förmlich aus dem Führerhaus entgegen. Der Alkoholvortest ergab einen Wert von über zwei Promille.

Der ukrainische Lkw-Fahrer sitzt jetzt im Gefängnis. Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Rosenheim ordnete wegen Fluchtgefahr Untersuchungshaft an.

Der Schaden wird auf 25000 Euro geschätzt. Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 08035/9068-0 an die Verkehrspolizei Rosenheim zu wenden.

Artikel 7 von 11