Ab dem Winterfahrplan

In gut vier Stunden nach Berlin

von Redaktion

Berlin rückt deutlich näher an Rosenheim. Die Bundeshauptstadt ist mit dem Zug erstmals in gut viereinhalb Stunden zu erreichen, wenn der Winterfahrplan der Bahn in Kraft tritt. Zudem werden die Verbesserungen durch das dritte Gleis zwischen Freilassing und Salzburg spürbar.

Rosenheim – Wer heute mit dem Zug von Rosenheim nach Berlin fährt, braucht in der Regel mindestens siebeneinhalb Stunden dafür. Das ändert sich mit Inkrafttreten des neuen Kursbuchs, das die DB jetzt veröffentlicht hat, deutlich. Ab Montag, 11. Dezember, wenn der sogenannte große europäische Fahrplanwechsel stattfindet, sind es nur noch gut viereinhalb Stunden, bis man die Bundeshauptstadt erreicht.

Startet man beispielsweise um 5.08 Uhr mit dem Meridian nach München, kommt nach einem Umstieg der ICE-Sprinter 1008 dank Neubaustrecke bereits um 9.44 Uhr am Berliner Südkreuz an. Genaue Fahrzeit: vier Stunden und 36 Minuten. Aber auch ohne die besonders schnellen Sprinter-Verbindungen kommen Reisende in rund fünfeinhalb Stunden vom Inn an das Brandenburger Tor.

Verbesserungen auch

im Osten der Region

Verbesserungen gibt es auch ganz im Osten der Region. Zwischen Freilassing und Salzburg nehmen DB und Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) das dritte Gleis in Betrieb und verlängern die S2 von Straßwalchen im Flachgau über den Salzburger Hauptbahnhof hinaus nach Freilassing. Auch Fahrgäste aus Stadt und Landkreis Rosenheim profitieren somit von schnelleren und stabileren Anschlüssen in die Altstadt der Mozartstadt sowie zum Einkaufszentrum Europark.

Auch im Norden des Landkreises gibt es gute Neuigkeiten. Für Schüler, Studenten und Pendler aus Wasserburg und Umgebung fährt die Regionalbahn der Südostbayernbahn (SOB) mit Abfahrt um 6.32 Uhr künftig bis zum Münchner Hauptbahnhof und nicht mehr nur bis zum Ostbahnhof. Für Fahrgäste, die frühmorgens von München nach Ostermünchen, Großkarolinenfeld oder Rosenheim wollen, startet der Meridian der Bayerischen Oberlandbahn GmbH (BOB) mit der Zugnummer 79099 bereits 15 Minuten früher. Ansonsten gibt es bei den Verbindungen im E-Netz Rosenheim ebenso wie auf der SOB-Strecke der Chiemgaubahn zwischen Prien und Aschau nur Anpassungen im Minutenbereich.

So wie es die aktuellen Planungen vorsehen, werden auch wieder einige Direktzüge zu den Skigebieten in Tirol und Salzburg angeboten, beispielsweise der Railjet 1287, der von Rosenheim aus das Ötztal, das Pitztal, St. Anton am Arlberg und weitere beliebte Wintersportdestinationen bedient. Ein Umstieg ist dabei – zugunsten eines höheren Komforts – nicht notwendig. Der österreichische Hochgeschwindigkeitszug startet in der Wintersaison von 30. Dezember bis 24. März sowie im Sommer von 4. August bis 8. September jeden Samstag in Richtung Süden. Auch in der Gegenrichtung gibt es analoge Saisonzüge.

Normalität soll auch schnellstmöglich am Bahnhof Kufstein wieder herrschen. Die Arbeiten für den neuen regionalen Busbahnhof (wir berichteten) werden bis zum Fahrplanwechsel abgeschlossen. Der Umbau des Bahnhofgeländes zieht sich jedoch noch bis in das nächste Jahr hinein.

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