Bad Aibling/Wasserburg – Die Forderung des Aiblinger Stadtrates ist klar und wurde in Form einer einstimmig verabschiedeten Resolution Huml noch im Sommer übermittelt: schnellstmögliche Wiedereröffnung. Landrat Wolfgang Berthaler hat zwischenzeitlich versichert, er wolle nur eine vorübergehende Schließung der Station, noch liegen aber keine Lösungsvorschläge auf dem Tisch. Huml hat sich bisher nicht offiziell zur Resolution geäußert.
Die (vorübergehende) Schließung in Bad Aibling ist vor allem auf einen Mangel an zur Verfügung stehenden Hebammen und Belegärzten zurückzuführen, die Geburtshilfe leisten. Veränderte Rahmenbedingungen für die Arbeit der Hebammen könnten ab 1. Januar nächsten Jahres dazu führen, dass auch in Wasserburg die Versorgung mit Hebammen zum Problem wird.
Bayernweit kann nach Auskunft der Ministerin allerdings von einem Mangel an Hebammen und Entbindungspflegern keine Rede sein. Ihre Zahl sei von 2400 im Jahr 2004 auf 3600 im Jahr 2014 gestiegen, so die Ministerin. Sie hat deshalb eine Studie zur Hebammenversorgung in Bayern in Auftrag gegeben, die Klarheit darüber bringen soll, wie die Hebammen im Freistaat verteilt und in welchen Bereichen sie tätig sind. „Aus dieser Studie erwarte ich neue Erkenntnisse, die gegebenenfalls in weitere Maßnahmen münden werden“, sagt die Ministerin. Die Fragebögen an die Hebammen wurden bereits im September versandt, die Auswertung der Studie soll nach Humls Einschätzung im Frühjahr 2018 abgeschlossen sein.
Die zum 1. Januar in Kraft tretende Neuregelung der Vergütung für die Geburtshilfe durch Beleghebammen – wie mehrfach berichtet, läuft die Berufsgruppe wegen befürchteter finanzieller Einbußen dagegen Sturm und prüft eine Klage – erleichtert nach Ansicht der Ministerin die Aufrechterhaltung von
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