Huml setzt auf neue Studie

von Redaktion

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Geburtsstationen an Kliniken durch Beleghebammen nicht. Dennoch: Huml will sich dafür einsetzen, dass bei der Umsetzung der Tarifregelung „eine bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe“ gewährleistet bleibt. Die Herausforderungen seien vielschichtig. Dies habe auch ein Runder Tisch auf Landesebene gezeigt. Zu dem hatte die Ministerin im Mai geladen. Den Dialog fortzusetzen und gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen, so sieht Humls Marschroute für die Zukunft aus.

Die von den Hebammen geäußerten Sorgen im Zusammenhang mit der neuen Vergütungsregelung nimmt die Ministerin ernst, „zumal gerade in Bayern der Anteil der Beleghebammen weit überdurchschnittlich ist“. Derzeit prüfe das Land, „ob und wie den Geburtshilfestationen im Freistaat die Möglichkeit von landesspezifischen Sicherstellungszuschlägen durch die Krankenkassen eröffnet werden kann“. Was die Haftpflicht für Belegärzte betrifft, will Huml auf Bundesebene Verbesserungen erreichen.

Dr. Max Kaplan, Präsident der Landesärztekammer in Bayern, hat bei einem Redaktionsgespräch mit unserer Zeitung anlässlich des Ärztetages in Rosenheim jedenfalls keine generellen Bedenken gegen Krankenhäuser geäußert, die Geburtshilfe auf der Basis von Belegärzten und Beleghebammen anbieten. Neben genügend Personal hierfür muss aus seiner Sicht allerdings eine weitere Voraussetzung an diesen Kliniken erfüllt sein. „Die Anästhesie muss immer zur Verfügung stehen. Das ist das Wichtigste.“ Forderungen nach einer 24-Stunden-Präsenz eines Kinderarztes unterstützt er mit Verweis auf das Notarztsystem dagegen nicht (siehe auch Interview auf dieser Seite).

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