Rotes Kreuz ehrt Blutspender und Fördermitglieder

Anstecknadel für Lebenssaft und Geld

von Redaktion

„Blutspenden sind wichtig“, sagen 94 Prozent der bayerischen Bevölkerung. Spender sind aber nur sieben Prozent. Der Kreisverband Rosenheim des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) bedankte sich jetzt bei Menschen, die sich bei der Vergabe ihres Lebenssaftes besonders großzügig zeigen, und bei treuen Fördermitgliedern.

Rosenheim – Der Ehrenabend im Gasthaus Höhensteiger in Westerndorf St. Peter war ein Probelauf. Zum ersten Mal würdigte das Rote Kreuz damit das soziale Engagement von vielfachen Blutspendern und langjährigen Fördermitgliedern. Kreisvorsitzender Karl-Heinrich Zeuner war zu Beginn der Premiere schon etwas nervös, ob denn auch wirklich alles klappt wie geplant. Das tat es. Der Abend verlief reibungslos und sehr harmonisch. Viele der Geehrten waren sichtlich erfreut über die Anerkennung, die ihnen zuteil wurde. „Man engagiert sich freiwillig zum Wohle seiner Mitmenschen und nicht, weil man dafür irgendeine Form des Lohns erwartet. Aber es tut dann doch gut, wenn man merkt, dass dieser Einsatz auch gewürdigt wird“, meinte einer der Geehrten.

Zunächst wurden Fördermitglieder geehrt, die seit 55 Jahren und länger durch ihre regelmäßigen Mitgliederbeiträge die Arbeit des Roten Kreuzes in Rosenheim und im Landkreis finanziell unterstützen. Insgesamt zählt der BRK-Kreisverband derzeit rund 24000 Fördermitglieder. Sie machen mit ihren Beiträgen zehn Prozent des Haushaltes des Kreisverbandes aus. „Damit sind die Fördermitgliedsbeiträge neben den Einmalspenden eine besonders wichtige finanzielle Stütze“, erklärte der Vorsitzende. Nur durch diese regelmäßigen jährlichen Beiträge könnten auch zukünftige Projekte geplant werden.

151 Fördermitglieder wurden geehrt. Bei der Feier persönlich anwesend waren elf. An sie überreichte Karl-Heinrich Zeuner Urkunden und Medaillen: Geehrt wurden Siegbert Hoffmann, Paul Kohlhammer, Wilma Kronberger, Maria Mayr, Franz Penninger, Roswitha Sixt, Alois Spaeth, Annemarie Thomas, Ludwig Weinberger sowie Karl und Inge Witt-mann.

Danach gab es Dank und Anerkennung für die langjährigen Blutspender. Geehrt wurden diejenigen, die immer wieder bei diesen Terminen erscheinen, und das schon seit vielen Jahren. 94 Blutspender waren es insgesamt, 62 von ihnen haben bereits 50-mal ihren Lebenssaft für andere gegeben, 27 Spender 75-mal, vier Spender 100-mal und einer sogar bereits 150-mal. Sie wurden mit Urkunden und Anstecknadeln ausgezeichnet. Der BRK-Kreisverband will den Ehrenabend für vielfache Blutspender und langjährige Fördermitglieder zukünftig regelmäßig veranstalten.

Über 100-mal Blut gespendet

Genau 104-mal haben Josef Friesinger aus Schönau und Anton Hauser aus Stephanskirchen bis jetzt schon ihr Blut gespendet. Damit begonnen haben beide im Alter von 18 Jahren. „Mein Vater hat auch schon regelmäßig Blut gespendet. Der war ein Vorbild für mich und meine Geschwister“, erzählt Josef Friesinger. 52 Jahre ist er alt. Zwei bis dreimal im Jahr lässt er sich in der Regel Blut für den guten Zweck abzapfen: „Es ist einfach ein gutes Gefühl, auf diese Weise anderen Menschen helfen zu können.“

Der 70-jährige Anton Hauser sieht das genau so. Auch für ihn war es immer schon eine Selbstverständlichkeit, die Blutspendetermine in seiner Gemeinde zu besuchen. Wenn es seine Gesundheit zulässt, will er mit dieser Tradition auch noch einige Zeit nicht brechen: „Früher gab es die Altersgrenze von 68 Jahren. Jetzt darf man auch länger, wenn es gesundheitlich vertretbar ist. Das finde ich gut.“

Mit dem Prozedere des Blutspenden an sich hatten beide in all den Jahren überhaupt keine Probleme. „Danach geht man heim, und dann geht das Leben sofort wieder ganz normal weiter“, erzählen sie. wu

Artikel 1 von 11