Traunstein – Am Mittwochmorgen durchsuchten rund 60 Polizeibeamte die Asylbewerberunterkunft in der Seuffertstraße in Traunstein. Hintergrund ist ein bei der Polizeiinspektion Traunstein laufendes Ermittlungsverfahren wegen Rauschgifthandels mit Cannabisprodukten. Bereits seit mehreren Monaten ermitteln Beamte in diesem Zusammenhang gegen Bewohner der Unterkunft. Nachdem sich die Hinweise verdichtet hatten, dass aus der Unterkunft heraus Rauschgift verkauft wird, erließ der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Traunstein Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnräume von acht Bewohnern sowie die allgemein zugänglichen Bereiche des Gebäudes. Gegen vier der acht Männer wurden von der Staatsanwaltschaft Traunstein zudem Haftbefehle beantragt und vom Ermittlungsrichter erlassen.
Die Polizeiaktion begann gestern kurz nach 6 Uhr. Dabei konnten insgesamt sieben der acht Tatverdächtigen angetroffen werden, darunter alle vier Männer, gegen die ein Haftbefehl bestand. Einige Beweismittel wurden sichergestellt, Rauschgift wurde jedoch nicht gefunden. Die Durchsuchung war gegen 8.30 Uhr abgeschlossen. Im Anschluss daran durchkämmten die Polizeikräfte noch ein Waldstück am Traunufer als möglichen Lagerort für das Rauschgift. In dem weitläufigen Gebiet konnte allerdings kein Depot ausfindig gemacht werden.
Die Tatverdächtigen sind ein 33-jähriger Äthiopier, vier Afghanen im Alter von 20, 21, 22 und 31 Jahren, ein 34-jähriger Somalier sowie zwei Syrer im Alter von 18 und 22 Jahren. Haftbefehle liegen gegen den 33-jährigen Äthiopier, den 21-jährigen Afghanen, den 34-jährigen Somalier und den 22-jährigen Syrer vor.re