Tanzen erlebt derzeit eine Renaissance. Liegt das vor allem an populären TV-Formaten wie der RTL-Sendung?
Sicherlich wirkt sich die Sendung „Let’s Dance“ positiv auf das Tanzen aus. Die Leute sehen, dass man innerhalb recht kurzer Zeit mit viel Spaß einiges auf das Parkett zaubern kann.
Trotz Starpower: Das Rosenheimer Tanzfestival wendet sich explizit auch an Anfänger auf dem Tanzparkett. Kann jeder tanzen lernen oder sind bestimmte Talente notwendig?
Wir vom Team des Tanzfestivals legen sehr großen Wert darauf, dass es ein Festival für jedermann ist. Auch Leute, die noch nie getanzt haben und es einfach einmal ausprobieren möchten, sind beim Rosenheimer Tanzfestival gut aufgehoben – ebenso wie Hobbytänzer, die Tanzen schon seit Längerem für sich entdeckt haben. Das Einzigartige am Tanzfestival ist, dass man auch die „Stars“ aus „Let’s Dance“ einmal hautnah im Unterricht erleben kann, obwohl man kein „ Tanzprofi“ ist. Tanzen lernen kann übrigens wirklich jeder. Das Wichtigste: Spaß und wie bei allem, was man neu lernt, die Übung.
Früher gehörte für Teenager der Besuch eines Tanzkurses plus Etikettetraining zum Erwachsenwerden dazu. Warum ist es auch heute noch wichtig, die Grundschritte von Walzer und Foxtrott zu kennen?
Die Zeit, in der es auch in Schulen dazu gehört, einen Tanzkurs zu machen, ist wieder da. Etikettetraining steht auch wieder hoch im Kurs. Spätestens beim Abschlussball ist es von Vorteil, wenn man die wichtigsten Schritte gelernt hat. Auch später ist das Tanzen – zum Beispiel bei Hochzeiten, Firmenfeiern oder auf gesellschaftlichen Bällen – heute nicht mehr wegzudenken.
Interview: Heike Duczek