87-jähriger verwechselt gas und Bremse

Auto kracht in Kik-Markt

von Redaktion

Spektakulärer Autounfall gestern Nachmittag in Bad Endorf: Ein 87-jähriger Autofahrer kam mit seinem Fahrzeug erst in einem Bekleidungsgeschäft zum Stehen, nachdem er im Kreisverkehr das Gas- mit dem Bremspedal verwechselt hatte. Drei Personen, darunter der Fahrer, wurden leicht verletzt.

Bad Endorf – Schrecksekunde am gestrigen Donnerstag kurz vor 14.30 Uhr im Gewerbegebiet Bad Endorf: Ein 87-jähriger Autofahrer aus Rimsting hatte im Kreisverkehr auf der Staatsstraße 2092 das Gaspedal mit der Bremse verwechselt und daraufhin die Kontrolle über seinen Opel verloren.

Zunächst durchbrach er laut Polizei einen Maschendrahtzaun sowie eine Hecke, rammte anschließend auf dem Kundenparkplatz des Netto- und Kik-Marktes zwei geparkte Fahrzeuge – einen Mazda und einen Nissan – und bretterte letztlich in das dortige Bekleidungsgeschäft – mitten durch die Eingangstür. Dort kam das Fahrzeug zwischen den Kleiderständern zum Stehen.

Wie durch ein Wunder wurde bei der Unfallfahrt niemand schwer verletzt. Allerdings musste der Rettungsdienst drei Personen mit leichten Verletzungen versorgen – darunter auch den Fahrer des Unfallfahrzeugs. Dieser kam ins Krankenhaus, die anderen beiden Verletzten – beide Verkäuferinnen aus dem Bekleidungsfachmarkt – machten sich selbst auf den Weg zum Arzt. Die fast gleichaltrige Beifahrerin im Opel blieb unverletzt.

Wieviel Glück letztlich alle Beteiligten hatten, erklärte ein Polizeibeamter der Polizeiinspektion Prien gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. „Der Fahrer kann froh sein, dass ihn die Autos, die er gerammt hat, etwas gebremst haben“, so der Beamte, der nicht ausschließen kann, dass es Tote gegeben hätte, wenn der Unfall vormittags passiert wäre. Denn dann wäre der Laden, der zum Unfallzeitpunkt nur mäßig besucht war, mit vielen Kunden frequentiert gewesen.

Eine genaue Schätzung über die Höhe des Sachschadens ist nach Angaben der Priener Polizei noch nicht möglich. Sie geht aber davon aus, dass der Schaden bei über 50000 Euro liegt.

Die Bad Endorfer Feuerwehr war mit zehn Einsatzkräften am Unfallort und sicherte die völlig zerstörte Eingangstür des Bekleidungsmarktes. „Wegen der vielen Glassplitter, die überall rumlagen und noch von den Türen weghingen, bestand große Verletzungsgefahr“, sagte Kommandant Mario Kögl.

Artikel 6 von 11