Rohrdorf – Nach langwierigen Ermittlungen hat die Polizei in Brannenburg jetzt eine Serie von 13 Einbrüchen in Einfamilienhäuser geklärt, die in der Silvesternacht im Bereich Rohrdorf und Thansau begangen wurden. Die Delikte konnten zwei Albanern im Alter von 24 und 42 Jahren zugeordnet werden, die einer deutschlandweit agierenden Einbrecherbande angehörten und bereits im März dieses Jahres in Nordrhein-Westfalen festgenommen wurden. Seitdem sitzen die Männer in Untersuchungshaft.
Bei ihren Beutezügen in der Gemeinde Rohrdorf entwendeten sie laut Polizei vor allem Bargeld und Schmuck mit einem Gesamtwert von rund 58000 Euro. Den Sachschaden, den die Männer anrichteten, schätzt die Polizei auf weitere 18000 Euro. Die Täter drangen durch Aufhebeln von Terrassentüren oder Fenstern im Erdgeschoss in die Objekte ein. Teilweise schlugen sie auch Scheiben mit Steinen ein, in einem Fall sogar mit einer Statue. In den Häusern durchsuchten sie die Räumlichkeiten zielgerichtet nach Beute.
Die Täter gingen sehr dreist vor. Obwohl sie gleich an mehreren Tatorten von heimkehrenden Hauseigentümern überrascht worden waren – sie konnten jedes Mal unerkannt flüchten – setzten sie ihre Diebestour fort. In einem Fall lösten die Einbrecher sogar eine akustische Alarmanlage aus. Der Hauseigentümer, der zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend war, ging jedoch von einem Fehlalarm aus.
Die Ermittlungen ergaben nach Auswertung der gesicherten Spuren, dass der 24-jährige Täter an einem der Tatorte seinen „genetischen Fingerabdruck“ hinterlassen hatte. Der 42-jährige Albaner konnte anhand eines Fotos von dem Fluchtfahrzeug identifiziert werden, ein grauer Ford Mondeo, mit dem die Albaner unterwegs waren. Grund: Das Auto wurde kurz nach der Tatbegehung bei einer Geschwindigkeitskontrolle geblitzt.
Darüber hinaus kann die Polizei durch die Auswertung von Handydaten nachweisen, dass die Täter in der Silvesternacht im Bereich Rohrdorf und Thansau untereinander per SMS kommunizierten. Anhand von weiteren Spurenzuordnungen sind sich die Ermittler sicher, dass die Albaner auch als Täter für eine Reihe von Einbruchsdelikten im Großraum München und Umgebung verantwortlich gemacht werden können.re