Kiefersfelden – Die Bundespolizei hat am Mittwoch bei Grenzkontrollen auf der Inntal-Autobahn zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Sie sollen drei Personen ungesichert auf der Ladefläche ihres Fahrzeugs illegal über die Grenze gebracht haben. Die Tatverdächtigen wurden bei der Überprüfung eines Kleintransporters mit deutschem Kennzeichen geschnappt. Sowohl der 32-jährige Fahrer, als auch sein syrischer Beifahrer konnten sich ordnungsgemäß ausweisen. Im Laderaum des Kastenwagens versteckt saßen eine Frau, ein Mann und ein Jugendlicher. Laut eigenen Angaben stammen sie aus Syrien. Keiner von ihnen hatte die erforderlichen Papiere für den geplanten Aufenthalt in Deutschland dabei. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatten die mutmaßlichen Geschleusten bereits versucht, Italien mit dem Zug zu verlassen, waren aber am Brenner von der Polizei gestoppt worden. Der Fahrer gab sich bei der Befragung zunächst ahnungslos und berichtete von einer Gefälligkeitsfahrt. Der gebürtige Nürnberger und sein 25 Jahre alter Beifahrer müssen nun mit einem Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern rechnen. Zwei der Geschleusten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zu einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge gebracht. Der 16-jährige Syrer, der ohne Verwandte unterwegs war, wurde der Obhut des Jugendamtes anvertraut.