Rosenheim – Britta Promann, Vorsitzende des SPD Ortsvereins Rosenheim Mitte West, bewirbt sich für den Stimmkreis Rosenheim-Ost um das Direktmandat bei der Landtagswahl im nächsten Jahr. Bezirksrätin Elisabeth Jordan, Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Rosenheim-Stadt, kandidiert erneut für den Bezirkstag. Bei der Aufstellungsversammlung im Gasthof Höhensteiger in Westerndorf St. Peter hatten beide Bewerberinnen keine Gegenkandidaten. Für Britta Promann stimmten 34 der 36 wahlberechtigten Delegierten. Elisabeth Jordan erntete 100-prozentige Zustimmung.
Britta Promann liegt besonders die Kinderbetreuung am Herzen. Immer mehr Menschen könnten sich eine Kinderbetreuung nicht mehr selbst leisten, stelle sie immer wieder fest. Deshalb will Promann im Landtag darauf hinarbeiten, dass die Kinderbetreuung beitragsfrei wird: „Gerade die frühkindliche Bildung und die Möglichkeit, dass alle Kinder daran teilnehmen, ist so wichtig für deren Entwicklung und das soziale Gleichgewicht“.
Mit dem Ende der Kindergartenzeit dürfe es dann auch nicht mit dem Recht auf Kinderbetreuung vorbei sein. „Man sollte kein Grundschulkind sich alleine überlassen“, betonte Promann und sprach dabei bewusst von qualitativer Ganztages-Betreuung. Dafür brauche es bauliche Veränderungen und mehr Personal.
Doch nicht nur für das Wohl der Kinder will sich die Kandidatin einsetzen. Auch die Schaffung von sozialem und bezahlbarem Wohnraum liegt ihr am Herzen. „In jeder Gemeinde muss es bezahlbaren Wohnraum geben“, steht für sie fest. Man müsse weg vom Gedanken, dass es nur Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser geben kann: „Wir müssen in mehrgeschossigen Bauten denken.“
Zu Beginn der Versammlung nahm Elisabeth Jordan kurz Stellung zur aktuellen Bundespolitik. „Wir stehen voll hinter dem Gang in die Opposition“, sagte die Vorsitzende. Mit dieser Entscheidung schlage die Partei den richtigen Weg ein. Mit Blick auf ihr Aufgabenfeld im Bezirkstag betonte sie, Bayern werde das Ziel nicht einhalten, bis 205 alle öffentlichen Geäude barreirefrei zu machen. Neben baulicher Veränderungen müssten auch Barrieren in den Köpfen abgebaut werden.