Rosenheim – Der ehemalige FDP-Geschäftsführer Martin Hagen zieht als Direktkandidat der Rosenheimer Liberalen in den Landtagswahlkampf. In seiner Bewerbungsrede plädierte er für mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung, die Förderung neuer Technologien und eine offene, tolerante Gesellschaft. Der neue FDP-Landeschef Daniel Föst gab ein zweistelliges Ergebnis als Ziel für die Landtagswahl aus.
Die Freien Demokraten haben Hagen jetzt zu ihrem Landtagskandidaten für den Stimmkreis Rosenheim-Ost gewählt. Der 36-jährige Kommunikationsberater und Familienvater erhielt 100 Prozent der Stimmen. Hagen ist in Feldkirchen-Westerham aufgewachsen, hat in München Politikwissenschaft studiert und war unter anderem acht Jahre lang als Hauptgeschäftsführer der bayerischen FDP tätig. Er ist Herausgeber des Buches „Das neue Bayern – Warum unser Land ein Update braucht“.
Hagen kündigte an, bei der Aufstellung der oberbayerischen FDP-Liste zur Landtagswahl auf Platz zwei anzutreten. Seine inhaltlichen Schwerpunkte fasste er mit drei „Ts“ zusammen: Talente, Technologie und Toleranz.
„Moderne Gesellschaften sind erfolgreich, wenn sie weltbeste Bildung, Innovationskraft und ein offenes gesellschaftliches Klima vereinen“, sagte er in seiner Bewerbungsrede. „Mein Ziel ist, dass sich diese Erfolgsfaktoren in Bayern optimal entfalten können.“ Unter anderem möchte Hagen in Kitas und Schulen investieren, schnelles Internet ausbauen, die Gründung von Start-ups erleichtern und Englisch als zweite Verwaltungssprache an allen bayerischen Behörden einführen.
Föst: „Einzug gern auch zweistellig“
Prominenter Gast bei der Aufstellungsversammlung in Rosenheim war der neu gewählte Landesvorsitzende der bayerischen FDP, Daniel Föst. Der Bundestagsabgeordnete gratulierte Martin Hagen zur Wahl und berichtete von den laufenden Sondierungsgesprächen in Berlin. Das große Ziel in Bayern sei der Wiedereinzug der FDP in den Landtag – „gerne zweistellig“, so Föst. Derzeit liegt die FDP in Umfragen in Bayern bei neun Prozent.re