Dort starben schon drei Menschen

Am Baum wartete erneut der Tod

von Redaktion

Die Rosenheimer Straße zwischen Niederaudorf und Flintsbach wird immer mehr zur Todesstrecke. Gestern starb dort erneut ein Autofahrer, der mit seinem Wagen frontal gegen einen Baum krachte.

Oberaudorf – Die Einsatzkräfte der Oberaudorfer Feuerwehr kennen die Unfallstelle leider gut. Schon mehrmals waren sie dorthin geeilt. Ihren Angaben zufolge ist der Tote vom Sonntag bereits das dritte Unfallopfer, dessen Leben an dem Baum endet, der wenige Hundert Meter nördlich von Niederaudorf auf gerader Strecke direkt neben der Straße steht.

Zu dem Unglück kam es nach Angaben der Polizei gestern Mittag gegen 12.30 Uhr. Ein 50-jähriger Mann aus dem südlichen Landkreis Rosenheim, unterwegs auf der Staatsstraße 2089 (Rosenheimer Straße) von Niederaudorf in Richtung Kirnstein (Gemeinde Flintsbach), geriet mit seinem Skoda zu weit nach rechts und prallte gegen den Baum.

Der 50-Jährige wurde eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle. Zur Klärung des Hergangs wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Gutachten angeordnet.

Neben dem Unglücksbaum standen gestern noch Kerzen und Blumen, die an frühere Opfer erinnerten. Im Februar war an der gleichen Stelle ein 21-jähriger Kiefersfeldener in den Tod gefahren. Er war mit seinem Opel frontal gegen den Baum geprallt.

Und nur wenige Hundert Meter weiter nördlich, ebenfalls auf der Staatsstraße, hatte sich erst im August ein schreckliches Familiendrama ereignet. Auch damals wartete an einem Baum der Tod. Eine Münchnerin (39) verlor ihr Leben, ihr Ehemann (42) und der Sohn (7) wurden schwer verletzt.

Wie die Polizei im August mitgeteilt hatte, war der Mann am Steuer seines BMW auf der Fahrt in Richtung Brannenburg zwischen Niederaudorf und Flintsbach nach rechts von der Straße abgekommen und gegen den Baum gekracht. Der Wagen des Münchners wurde in mehrere Teile zerrissen. Für die Ehefrau auf dem Beifahrersitz kam jede medizinische Hilfe zu spät. Sie starb noch an der Unfallstelle.

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