Höslwang/Vogtareuth/Bad Aibling – Zu dem Schulbusunfall kam es am Donnerstag gegen 7.35 Uhr auf der Kreisstraße RO 4 zwischen Höslwang und Pittenhart. Eine 22-jährige Autofahrerin geriet nach Angaben der Polizei bei winterlichen Straßenverhältnissen auf die Gegenfahrbahn und kollidierte im Bereich von Unterhöslwang mit einem entgegenkommenden Schulbus.
Die 22-Jährige verletzte sich schwer und wurde in ihrem Audi A3 eingeklemmt. Die Busfahrerin und 13 Schulkinder blieben zum Glück unverletzt.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der Audi, unterwegs von Pittenhart in Richtung Höslwang, in einer leichten Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal in den Bus gekracht. Die eingeklemmte Fahrerin wurde von Notarzt und Rettungsdiensten erstversorgt, bis sie von Rettungskräften aus dem Wrack befreit werden konnte. Die schwerverletzte junge Frau wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Kreiskrankenhaus Traunstein geflogen.
Die 43-jährige Busfahrerin und die 13 Kinder wurden von den Rettungsdiensten auf mögliche Verletzungen untersucht – mit negativem Ergebnis. Anschließend wurden die Kinder von ihren Eltern, aber vereinzelt auch von Feuerwehrkräften, zur Schule gebracht. Der Sachschaden wird auf 20000 Euro geschätzt, der Audi hat nur noch Schrottwert. Die Kreisstraße war für rund zwei Stunden total gesperrt. Im Einsatz waren die Feuerwehren Höslwang, Eggstätt, Halfing und Rosenheim.
Schwere Verletzungen zog sich auch eine 41-jährige Autofahrerin aus Vogtareuth zu, die am frühen Mittwochabend auf der Staatsstraße 2359 zwischen Vogtareuth und Stephanskirchen verunglückte. Dort krachte es gegen 16.50 Uhr, auf Höhe des Ortsteils Gaffl.
Ein 33-jähriger Lkw-Fahrer aus Tschechien, mit seinem 40-Tonner in Richtung Stephanskirchen unterwegs, hatte nach Angaben der Polizei einen am Straßenrand haltenden Linienbus überholt und dabei den entgegenkommenden Toyota der Vogtareutherin übersehen.
Auch die 41-jährige Frau wurde in ihrem zerstörten Wagen eingeklemmt. Die Feuerwehr musste sie aus dem Wrack befreien. Laut Polizei wurde das Unfallopfer mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Klinikum Vogtareuth gebracht. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.
Die Staatsstraße war für rund zwei Stunden komplett gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Schaden wird auf rund 25000 Euro geschätzt. Bei der Rettung der Frau und den Umleitungsmaßnahmen waren die Feuerwehren Söchtenau, Prutting, Vogtareuth, Zaisering, Griesstätt und Ortsteilfeuerwehren aus Rosenheim behilflich.
Zu einem „Schnee-Unfall“ kam es am Donnerstagmorgen auch auf der Autobahn A8 nahe der Ausfahrt Bad Aibling. Dabei krachte ein Auto in einen Hängerzug und wurde gegen einen Schneepflug geschleudert.
Wegen einer Unachtsamkeit war dabei ein 64-jähriger Renault-Fahrer aus dem Kreis Miesbach, unterwegs in Richtung Salzburg, etwa 500 Meter nach der Ausfahrt mit seinem Pkw gegen den auf der rechten Spur fahrenden Hängerzug eines 56-jährigen Niedersachsen geprallt. Der Renault schleuderte danach gegen einen auf der linken Fahrspur fahrenden Schneepflug, an dessen Steuer ein 32-jähriger Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Rosenheim saß. Vom Räumschild wurde der Renault dann weiter in die Mittelleitplanke katapultiert und blieb dort auf der linken Spur liegen.
Die A8 war für kurze Zeit total gesperrt. Verletzt wurde niemand. Schneepflug und Renault wurden abgeschleppt, der Schaden beläuft sich auf fast 40000 Euro. Die Feuerwehr Au regelte die Verkehrslenkung und kümmerte sich um die Bindung des auslaufenden Hydrauliköls des Schneepfluges.