Bei Bad Aibling entsteht stationäre Kontrollstelle

von Redaktion

Landtagsabgeordneter Otto Lederer informiert sich über den Stand der Planungen

Bad Aibling – Aufgrund des stetig wachsenden Lkw-Verkehrs will die Bayerische Staatsregierung landesweit neun zusätzliche stationäre Lkw-Kontrollstellen installieren. Drei sind bereits in Planung, eine davon soll am Parkplatz „Im Moos“ an der Autobahn Salzburg-München bei Bad Aibling entstehen. „Mit dem wachsenden Verkehr steigt auch die Anzahl der Gefahrenherde“, erklärt der Landtagsabgeordnete Otto Lederer. Vor diesem Hintergrund wird ein Ausbau der stationierten Kontrollstellen mit Prüfwaagen und -gruben, Kontrollhallen sowie Bürogebäuden notwendig. Über den derzeitigen Planungsstand der Maßnahme bei Bad Aibling hat sich Lederer nun bei dem Leiter der Verkehrspolizei Rosenheim, Polizeidirektor Peter Böttinger, und seinem Vertreter, Erster Polizeihauptkommissar Andreas Schober, informiert.

Bislang werden auf diesem Parkplatz punktuell Lkw-Kontrollen durchgeführt. Der Parkplatz soll jetzt zu einer stationären Kontrollstelle ausgebaut werden. Dies ist auf einen Vorstoß von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zurückzuführen. Er unternahm ihn, nachdem im vergangenen Jahr die Zahl der Verkehrsunfälle mit Lkw-Beteiligung in Bayern um 8,7 Prozent gestiegen ist. Insgesamt wurden landesweit 4459 Lkw-Unfälle registriert.

Wie die neue Station aussehen könnte, sei derzeit noch von einer Parkplatz-Erweiterung mit WC-Anlage abhängig, die von der Autobahndirektion Südbayern geplant wird, erläuterte Böttinger im Gespräch mit dem Abgeordneten.

Erste Skizzen, die die Verkehrspolizei zusammen mit der Autobahndirektion Südbayern angefertigt hat, zeigen, dass die Kontrollen mit den neuen Planungen sowohl sicherer, als auch leichter über die Bühne gehen können. Andreas Schober: „Der Entwurf sieht vor, dass alle Lastwagen in den Parkplatz über eine gesonderte Spur einfahren müssen. Diese Regelung ist an ein Modell der österreichischen Bundesregierung angelehnt, mit dem man dort gute Erfahrungen gemacht hat.“

Die Kontrollstelle soll nach ihrer Fertigstellung nicht nur von den bayerischen Polizeibeamten, sondern auch weiterhin von anderen Behörden, zum Beispiel dem Zoll und den Mitarbeitern des Bundesamts für Güterverkehr, genutzt werden können.

Um dem gestiegenen Lkw-Verkehr gerecht zu werden, ist laut Lederer nicht nur eine weitere Verbesserung der Kontrollen notwendig, sondern auch eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene: „In meinem letzten Gespräch mit dem ehemaligen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt habe ich mich auch über dieses Thema mit ihm unterhalten. Er sicherte mir zu, dass ab Januar 2018 die Trassenpreise für den Güterverkehr auf der Schiene halbiert werden.“ Dies sei eine erste Maßnahme, um den Lkw-Verkehr auf den bayerischen Autobahnen einzudämmen“, so Lederer. re

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