Rohrdorf – „Was ist los mit der Bundesrepublik?“ Diese Frage stellte der Obermeister der Zimmerer-Innung für den Landkreis Rosenheim, Rudolf Schiller, in den Mittelpunkt der letzten Versammlung in diesem Jahr im Gasthaus „Zur Post“ in Rohrdorf. Das Steueraufkommen sei so hoch wie nie, die Arbeitslosenzahlen so weit unten wie schon lange nicht mehr, und keiner wolle oder könne das Land regieren. Er bemerke eine gewisse Politikverdrossenheit und große Unsicherheit in der Gesellschaft.
„Gerade die Zimmerer, die sich in der Innung organisiert haben, stellen fest, dass sie im Verbund den Herausforderungen wesentlich besser gewachsen sind als alleine und so auch Umstellungen viel problemloser gemeistert wurden“, sagte Schiller. Nach den Worten Schillers ist der Landesinnungsverband gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet. Die Weichen hierfür seien bereits in den vergangenen Jahren gestellt worden – vor allem beim Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
Dass in der Vergangenheit an den richtigen Stellschrauben gedreht wurde, zeige die wachsende Beliebtheit der Ausbildung zum Zimmerer. Gegenüber anderen Branchen im Handwerk würden die Zimmerer zunehmende Ausbildungszahlen verzeichnen; nicht zuletzt auch deshalb, weil sie geschickt Tradition und Moderne verbinden würden. Diese Kombination komme bei den Jugendlichen wohl gut an.
Schiller würdigte als Höhepunkt des Jahres 2017 die erste Holzbaumesse in Rosenheim unter dem Motto „Holzbau Innovativ“. Seine Bilanz: zufriedenstellende Besucherzahlen und eine gelungene Präsentation des Zimmererhandwerks.re