Man könnte schon ziemlich mürbe werden. Feindschaft, Hass, Krieg, wohin man auch schaut auf dieser Welt. Menschen wie entwurzelt, vom normalen Leben abgeschnitten. Allzu weit braucht man aber gar nicht blicken. Da ist die alleinerziehende Mutter, die nicht mehr weiß, wie sie das alles schaffen soll mit ihren Kindern und dem ständig leeren Konto. Oder da hat der Tod den liebsten Menschen einfach weggenommen. Menschen wie entwurzelt: Besonders für diese Menschen hat Gott es Weihnachten werden lassen.
Wenn wir nun wieder eines der beliebtesten Weihnachtslieder hören und singen, dann ist das ein Bekenntnis: Es gibt Hoffnung auch für unsere Zeit. „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ – aus dem abgeschnittenen, scheinbar leblosen Lebensbaum schiebt sich ein zartes Grün hervor, mitten in kalter Nacht. Für Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle, egal wie dunkel es geworden ist in meinem Leben. Weihnachten ist das große Hoffnungszeichen. Es sagt mir, dass ich mich nicht unterkriegen lassen darf von den bitterkalten Nächten.
Es gibt Hoffnung auch für mein Leben: Da ist Gutes und Schönes in mir und um mich herum, das ich schon gar nicht mehr wahrgenommen habe. Oder da sind Menschen, die mir helfen können, deren Hand ich nur ergreifen brauche. Dieses Kind im Stall, es wurde nicht nur damals geboren, sondern ist auch heute in mir, damit ich die Hoffnung nicht verliere.