Grenzkontrolle

Am Heiligen Abend ins Gefängnis

von Redaktion

Kiefersfelden – Ein 34-jähriger Nigerianer, den Beamte der Bundespolizei bei einer Grenzkontrolle auf der Inntal-Autobahn in Kiefersfelden überprüften, wanderte am Heiligen Abend ins Gefängnis. Der Mann war vor rund zehn Jahren wegen mehrerer Drogendelikte vom Landgericht Frankfurt/Main zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Nachdem er eine zweijährige Haft verbüßt hatte, wurde er im Juni 2009 nach Nigeria abgeschoben. Damals war er darüber belehrt worden, dass bei einer Wiedereinreise nach Deutschland die rund eineinhalbjährige Restfreiheitsstrafe fällig wird. Auch für die sechs weiteren Insassen des Autos mit italienischer Zulassung – alles Nigerianer – , in dem der Mann saß, interessierte sich die Polizei. Dabei stellte sich heraus, dass lediglich eine 40-jährige Nigerianerin sowie ihre älteste Tochter über gültige Papiere verfügten. Für ihre anderen drei Kinder im Alter zwischen fünf Monaten und acht Jahren traf dies nicht zu. Zudem fand die Polizei in einer Hosentasche der 40-jährigen Frau rund 2,5 Gramm Marihuana. Die Drogen wurden sichergestellt. Die Mutter wurde mit ihren Kindern sofort nach Österreich zurückgewiesen. Dorthin musste sie auch eine 29 Jahre alte Landsmännin begleiten, die ebenfalls in dem kontrollierten Auto saß und keine gültigen Papiere besaß.

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